Die Städte München und Kiel haben ihre gemeinsame Bewerbung zur Ausrichtung der Segelwettbewerbe im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele in München bekannt gegeben. Die geplanten Wettbewerbe sollen auf der Kieler Förde in Schleswig-Holstein stattfinden. Diese Kooperation ist Teil der Ausrichterbewerbung Münchens beim Olympischen Deutschen Sportbund (DOSB). Ziel Münchens ist die Nominierung als deutscher Olympiakandidat für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Die Initiative unterstreicht den Fokus auf die Nutzung vorhandener Infrastruktur und die Fortsetzung einer etablierten Zusammenarbeit, die bereits bei den Spielen von 1972 erfolgreich war.
Die Entscheidung, die Segelwettbewerbe in Kiel zu platzieren, basiert auf der historischen Verbindung beider Städte, die 1972 gemeinsam Olympische Spiele ausgerichtet haben. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause betonte, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit wiederbelebt werden soll. Er hob die Gemeinsamkeiten hervor, darunter einen starken Rückhalt in der Bevölkerung für Sport, Erfahrung in der Ausrichtung von Großveranstaltungen, eine robuste Wirtschaft und ein gepflegtes, nachhaltiges olympisches Erbe. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bekräftigte die volle Unterstützung für die Münchner Bewerbung und bezeichnete die Wahl Kiels als Segelstandort als eine bedeutende Nachricht für das Bundesland.
Kiel als Standort für olympische Küstensportarten
Kiel, bekannt als „Kiel.Sailing.City“, verfügt über ein weltweites Renommee im Segelsport. Die Stadt ist der Bundesstützpunkt Segeln und somit das Zentrum für den Spitzensegelsport in Deutschland. Diese Position, kombiniert mit der vorhandenen Infrastruktur in Schilksee und einem herausragenden Segelrevier, das alle Anforderungen olympischer Küstensportarten erfüllt, prädestiniert Kiel für die Ausrichtung der Wettbewerbe. Auch der Bayerische Seglerverband ist in Kiel mit einem gemeinsamen Nachwuchsleistungsstützpunkt vertreten. Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz äußerte den Wunsch, erneut zu beweisen, dass Kiel eine internationale Benchmark für die Organisation von Segelwettkämpfen darstellt, und verwies auf die erfolgreiche Durchführung der Regatten im Jahr 1972.
Das Münchner Bewerbungskonzept integriert Kiel aufgrund dieser Voraussetzungen optimal. Die Bewerbung legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, die Nutzung bestehender Sportstätten und die Pflege des olympischen Erbes. Die Stadt München selbst punktet mit ihrer weltweiten Strahlkraft, ihrer Kompetenz und einem breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Dies wurde 2013 durch ein Referendum bestätigt, bei dem 66,4 Prozent der Wähler bei einer Beteiligung von 42 Prozent für die Olympischen Sommerspiele stimmten. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hob hervor, dass sowohl München als auch Kiel die notwendige Infrastruktur für Sportstätten und Hotels bieten könnten und ein kompaktes, nachhaltiges Konzept präsentieren. Die Olympiabewerbung zielt darauf ab, die Spiele als ein Gemeinschaftserlebnis für die gesamte Region zu etablieren und dabei die Organisationsstärke und Erfahrung beider Standorte zu nutzen.
- —München und Kiel planen die Neuauflage der erfolgreichen Zusammenarbeit von 1972 für die olympischen Segelwettbewerbe.
- —Kiel wird aufgrund seines Renommees, des Bundesstützpunkts Segeln und der bewährten Infrastruktur als Austragungsort gewählt.
- —Das Bewerbungskonzept fokussiert auf Nachhaltigkeit, die Nutzung vorhandener Sportstätten und das olympische Erbe beider Städte.
- —Ein starker Rückhalt in der Bevölkerung in München und bei Seglerverbänden in Deutschland unterstreicht die breite Akzeptanz der Bewerbung.
Die Bewerbung von München und Kiel wird als ein „perfektes Match“ bezeichnet, das eine Verbindung von Süd und Nord in Deutschland darstellt. Die Kombination von Münchens Status als Sportstadt und Kiels Position als führender Segelstandort soll die Strahlkraft der deutschen Olympiabewerbung maximieren. Der Freistaat Bayern sichert die volle Unterstützung für das Vorhaben zu und betont die Fähigkeit, die erforderliche Infrastruktur und Sicherheitsmaßnahmen bereitzustellen. Dieses gemeinsame Vorgehen soll dazu beitragen, das größte Sportereignis der Welt nach Deutschland zu holen, gestützt auf eine klare Mehrheit der Bevölkerung und die Unterstützung von sechs Seglerverbänden, die 75 Prozent der Segler in Deutschland repräsentieren.














