Die Präsenzarbeit am Bürostandort besitzt für die Beschäftigten weiterhin einen hohen Stellenwert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Immobiliengesellschaft Allgemeine SÜDBODEN, die im Zeitraum vom 2. Februar bis zum 16. März 2026 auf dem Campus Neue Balan in München durchgeführt wurde. Auf dem Areal arbeiten rund 8.500 Personen in einer Mischung aus jungen Start-ups und etablierten Unternehmen unterschiedlicher Branchen.
Laut der Erhebung äußern 82,0 Prozent der Befragten, dass es sich gut und richtig anfühle, das heimische Arbeitszimmer zu verlassen und auf dem Campus tätig zu sein. Eine ausgeprägte Zustimmung verzeichnet diese Aussage bei mehr als der Hälfte der Teilnehmenden: 53,3 Prozent stimmten dem deutlich mit 22,0 Prozent, sehr stark mit 12,7 Prozent oder vollkommen mit 18,7 Prozent zu.
Vitalität und Bewegung an Präsenztagen im Fokus
Neben dem sozialen Miteinander wirkt sich der Aufenthalt auf dem Unternehmenscampus positiv auf die körperliche Aktivität aus. 72,1 Prozent der Befragten gaben an, sich an Tagen vor Ort mehr zu bewegen sowie vitaler und energiegeladener zu fühlen als im Home-Office. Fast die Hälfte der Befragten, konkret 46,3 Prozent, signalisierte hierzu eine deutliche (14,7 Prozent), sehr starke (19,1 Prozent) oder vollkommene Zustimmung (12,5 Prozent).
Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der tatsächlichen Anwesenheit wider. Insgesamt 72,2 Prozent der Teilnehmer arbeiten an drei oder mehr Tagen pro Woche auf dem Campusgelände. Auf drei Präsenztage entfallen dabei 29,8 Prozent, während 19,9 Prozent an vier Wochentagen vor Ort tätig sind.
Anforderungen an moderne Arbeitswelten und flexible Nutzung
Thomas D. Sterk, Leiter Vermietung bei der Allgemeinen SÜDBODEN, betont in diesem Kontext die veränderten Ansprüche an Büroimmobilien. Zeitgemäße Flächen müssten Orte sein, an denen Mitarbeiter gerne zusammenkommen, sich austauschen und wohlfühlen. Der Mehrwert gegenüber dem heimischen Arbeitsplatz steige demnach mit einer hohen Aufenthaltsqualität und einem vielfältigen Angebot vor Ort.
Gleichzeitig behält das Home-Office eine feste Funktion im Arbeitsalltag, insbesondere aus Rücksicht auf die Gesundheit der Kollegen. Eine deutliche Mehrheit von 72,2 Prozent befürwortet die Arbeit von zu Hause bei leichten Krankheitssymptomen wie Halskratzen, um Ansteckungen im Team zu vermeiden — 40,4 Prozent stimmten diesem Aspekt sogar vollkommen zu, 16,2 Prozent sehr stark und 15,4 Prozent deutlich.














