Der Freistaat Bayern hat an der Harthauser Straße in München-Harlaching ein neues Wohnquartier mit 82 Wohnungen eingeweiht, das vorrangig für Staatsbedienstete und ihre Familien konzipiert wurde. Die Entwicklung erfolgte in einem Zeitraum von gut zwei Jahren und schafft Wohnraum für etwa 250 Personen. Dieses Projekt entlastet den lokalen Wohnungsmarkt und trägt zur Attraktivität des Freistaats als Arbeitgeber bei, insbesondere durch das Angebot preiswerter Wohnungen in einer Metropolregion.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Freistaats für dieses Vorhaben beläuft sich auf rund 36 Millionen Euro. Die Lage des Quartiers am Isarhochufer bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten in der Nähe von Isar und Perlacher Forst. Die Geschichte des Grundstücks ist wechselvoll: Nach der Zerstörung der Privatvilla von Rudolf Heß im Zweiten Weltkrieg diente es als Jugendcamp, Sportgelände und später als Probebühne des Gärtnerplatztheaters, bevor es für die aktuelle Bebauung verfügbar wurde.
Architektur und Nachhaltigkeit
Das Quartier besteht aus fünf dreigeschossigen Stadthäusern, die in Massivbauweise errichtet wurden und dem KfW-55-Standard entsprechen. Die Gebäude fügen sich harmonisch in das parkähnliche Areal ein, wobei sie weitgehend auf den Grundflächen des ehemaligen Bestands positioniert wurden, um Bodenversiegelung und den Baumbestand zu schonen. Ein integriertes „Schwammstadt“-Prinzip mit umfassenden Sickerflächen dient dem Überflutungsschutz bei Starkregen und der Kühlung im Sommer. Die Energieversorgung wird durch Luftwärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf den artenreich begrünten Dächern sichergestellt. Eine Tiefgarage bietet 77 Stellplätze. Alle Häuser sind mit Aufzügen ausgestattet, die Wohnungen sind barrierefrei und verfügen über überdachte Loggien, Balkone oder Terrassen.
Neben den privaten Wohneinheiten wurde ein Fokus auf gemeinschaftliche Angebote gelegt. Das Quartier umfasst einen Spielplatz im Innenhof, Gemeinschaftsräume, Hochbeete für gärtnerische Aktivitäten sowie eine gemeinschaftliche Fahrradwerkstatt in der Tiefgarage.
Bedeutung und strategische Entwicklung der Wohnungsbaugesellschaften
Andreas Nietsch, Geschäftsführer Baunova, äußerte sich erfreut über die Fertigstellung der 82 Wohnungen innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmens. Er betonte, dass die Stadibau allein in diesem Jahr über 300 Wohnungen in München fertigstellen und beziehen werde, was einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Stadt darstelle.
Die Stadibau GmbH, gegründet 1974, verwaltet derzeit fast 9.350 Wohnungen und hat 825 Einheiten im Bau. Seit dem 6. März 2025 ist sie zusammen mit den staatlichen Wohnungsbaugesellschaften BayernHeim und Siedlungswerk Nürnberg unter dem Dach der neuen Holding „Baunova Bayern GmbH“ vereint. Diese Strukturierung zielt darauf ab, Kompetenzen zu bündeln, bestehende Strukturen strategisch auszurichten und Synergien zu nutzen. Die Baunova Bayern GmbH verfügt mit ihren drei Tochtergesellschaften über einen Bestand von insgesamt 19.919 Wohnungen und 5.097 in Bau befindliche Einheiten.














