Der Smart City Index des Digitalverbands Bitkom, das maßgebliche Digitalranking deutscher Großstädte, hat zum achten Mal die urbane Entwicklung von Städten mit über 100.000 Einwohnern evaluiert. München, die bayerische Landeshauptstadt, belegte im Jahr 2026 den zweiten Platz. Dieses Ergebnis folgte auf drei aufeinanderfolgende Jahre, in denen München die Spitzenposition innehatte. Die Stadt konnte ihren Indexwert auf 92,0 von 100 möglichen Punkten verbessern, womit sie lediglich 0,8 Punkte hinter dem erstplatzierten Stuttgart liegt. Diese Bewertung unterstreicht die anhaltend hohe Leistungsfähigkeit Münchens im Kontext der digitalen Transformation urbaner Räume.
Für die Erstellung des Index wurden über 80 deutsche Städte in fünf spezifischen Kategorien umfassend verglichen. Diese umfassten die Bereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. München demonstrierte seine Stärken insbesondere in der Kategorie „Mobilität“, wo die Stadt mit beeindruckenden 99,8 Punkten eine herausragende Leistung erzielte. Auch in den Kategorien „IT und Kommunikation“, „Verwaltung“ sowie „Gesellschaft & Bildung“ positionierte sich München unter den führenden Städten.
Städtische Strategie und Bewertung
Professorin Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk, Stadtbaurätin, erläuterte den Ansatz der Stadt. Sie führte aus, dass Smart City München darauf abzielt, die Lebensbedingungen für alle Bewohner durch digitale Lösungen zu verbessern und zugleich Transparenz sowie Teilhabe zu ermöglichen. Das aktuelle Ergebnis des Index werde als Bestätigung des eingeschlagenen Weges interpretiert, weise jedoch auch auf weitere Entwicklungspotenziale hin. Als Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung wurden das Integrierte Smart City Handlungsprogramm (ISCH) sowie die Vielfalt bestehender Projekte genannt.
Dr. Laura Dornheim, IT-Referentin, würdigte das Erreichen des zweiten Platzes als Bestätigung der Spitzenleistung Münchens. Sie betonte die Bedeutung einer städteübergreifenden Standardisierung der digitalen Interaktion mit der öffentlichen Verwaltung. Die Entwicklung anderer Städte im Smart City-Bereich und die Tatsache, dass diese München überholen, wurde von ihr als positive Entwicklung für das gesamte Bundesgebiet bewertet. Sie sprach den Mitarbeitenden der Münchener Verwaltung ihren Dank aus, die täglich an der Zukunftsfähigkeit der Stadt arbeiten und so zu diesem Erfolg beitragen.
Kategorien und Platzierungen
- —Gesamtwertung: Platz 2 mit 92,0 von 100 Punkten.
- —Kategorie Mobilität: 99,8 Punkte.
- —Kategorien IT und Kommunikation, Verwaltung, Gesellschaft & Bildung: München unter den Bestplatzierten.
Der Bitkom Smart City Index bietet mit seinen jährlich veröffentlichten Ergebnissen eine wichtige Orientierung für die digitale Entwicklung deutscher Metropolen. Er zeigt auf, welche Städte in den verschiedenen Bereichen der Digitalisierung führend sind und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die detaillierten Ergebnisse sind über eine interaktive Online-Karte öffentlich zugänglich, was eine transparente Einsicht in die Bewertung ermöglicht. Für FREITAG® Immobilien sind diese Entwicklungen von Relevanz, da eine hohe Smart-City-Qualität direkt zur Attraktivität eines Standortes für Unternehmen und private Investoren beiträgt und somit den Immobilienmarkt positiv beeinflusst.














