Die MEAG hat erfolgreich die langfristige Finanzierung für Meridiam Glasfaser B abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um eine von Meridiam initiierte Fibre-to-the-Home (FTTH)-Plattform, die in Kooperation mit Vodafone in Deutschland entwickelt wird. In ihrer Funktion als alleinige Kreditgeber hat die MEAG bei dieser Transaktion die Interessen von Munich Re sowie weiterer institutioneller Investoren vertreten.
Die bereitgestellten Mittel dienen dem Bau und dem Betrieb von FTTH-Netzen in insgesamt acht ländlichen Gebieten, Vororten oder Kleinstädten in Deutschland. Nach vollständiger Fertigstellung wird erwartet, dass dieses Projekt rund 80.600 Haushalte mit gigabitfähiger digitaler Infrastruktur versorgen kann, wodurch bisher unterversorgte Gemeinden Zugang zu moderner Konnektivität erhalten.
Die Finanzierung ist als vollständig amortisierend strukturiert und weist eine Laufzeit von 30 Jahren auf. Diese Ausrichtung gewährleistet, dass die Kapitalbereitstellung über die gesamte wirtschaftliche Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Infrastruktur hinweg erfolgt. Finanzierungen dieser Dauer sind im deutschen Glasfasermarkt weiterhin selten und unterstreichen die bedeutsame Rolle, die institutionelle Investoren beim Aufbau essenzieller digitaler Infrastruktur spielen können.
Struktur und Partnerschaften
Meridiam Glasfaser B operiert nach einem Open-Access-Wholesale-Modell. In diesem Rahmen ist Meridiam Eigentümer der passiven Glasfaserinfrastruktur, während Vodafone eine langfristige Wholesale-Vereinbarung eingeht und als Ankermieter sowie kommerzieller Partner fungiert. Diese Transaktion markiert die dritte FTTH-Finanzierung in Deutschland, die gemeinsam von Meridiam und MEAG-Investoren realisiert wurde. Vorangegangen waren die Finanzierungen für Meridiam Glasfaser A und Glasfaser Montabaur.
In Summe unterstützen diese drei Finanzierungen den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur für ungefähr 200.000 Haushalte in Deutschland. Dies reflektiert die strategische Partnerschaft zwischen Meridiam und der MEAG sowie ihr gemeinsames Engagement für die Beschleunigung des Glasfaserausbaus. Isil Tanriverdi Versmissen, Head of Illiquid Assets Debt Transaction bei MEAG, äußerte, dass die Partnerschaft mit Meridiam durch diese dritte Finanzierung gestärkt werde, da digitale Infrastruktur ein fundamentaler Bestandteil moderner Volkswirtschaften und Gesellschaften sei. Sie betonte, dass der Ausbau hochwertiger Glasfasernetze die Bereitstellung zuverlässiger Gigabit-Konnektivität für Haushalte und Unternehmen ermögliche und Investoren Zugang zu langfristigen und stabilen Infrastruktur-Cashflows verschaffe.
Michael Kittle, Head of Illiquid Assets Debt bei MEAG, führte an, dass Meridiam Glasfaser B auf dem Fundament bisheriger Transaktionen aufbaue. Er hob hervor, dass die aktuelle Transaktion die attraktiven Investitionsmöglichkeiten in digitaler Infrastruktur demonstriere, wenn diese durch solide vertragliche Vereinbarungen und erfahrene Partner getragen werde. Die Kombination aus langfristiger Ertragsvisibilität, einer vollständig amortisierenden Finanzierungsstruktur und einem resilienten Betriebsmodell schaffe ein überzeugendes Risiko-Rendite-Profil für die Investoren und unterstütze gleichzeitig den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland.
Strategische Ausrichtung der MEAG
Diese Investition erweitert das digitale Infrastrukturportfolio der MEAG. Dieses Portfolio umfasst bereits Engagements in Glasfaserbreitband, Rechenzentren, Mobilfunktürmen und Satelliten. Die digitale Infrastruktur bleibt ein zentraler Investitionsschwerpunkt für die MEAG, was durch das anhaltende Wachstum des Datenverbrauchs und der Konnektivitätsnachfrage untermauert wird.














