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Marktanalyse··2 min

Manhattan: Investmentvolumen sinkt im dritten Quartal, bleibt jedoch über Vorjahresniveau

Trotz eines Rückgangs im dritten Quartal 2026 behauptet sich der New Yorker Investmentmarkt und liegt dank solider Fundamentaldaten über den Werten von 2025.

KI-generiertManhattan: Investmentvolumen sinkt im dritten Quartal, bleibt jedoch über Vorjahresniveau – KI-generiertes Symbolbild
Manhattan: Investmentvolumen sinkt im dritten Quartal, bleibt jedoch über Vorjahresniveau. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Das Transaktionsvolumen bei gewerblichen Immobilieninvestitionen in Manhattan ist im dritten Quartal 2026 um 27 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar gesunken. Trotz des zweiten Quartalsrückgangs in Folge bewegt sich das laufende Jahr weiterhin über dem Niveau von 2025, wenngleich das Tempo im historischen Zehnjahresvergleich unterdurchschnittlich bleibt.

Brandon Polakoff, Principal und Leiter des Bereichs New York City Investment Sales bei Avison Young, betonte, dass man ungeachtet der Dämpfer auf ein Rekordjahr zusteuere. Es gebe tragfähige Marktchancen und ausreichend Liquidität für passende Anlageobjekte. Kleinere Transaktionsgrößen dämpften zwar das Gesamtvolumen, die Zahl der Abschlüsse stieg in den ersten drei Quartalen jedoch im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf 273 Verkäufe.

Wachsende Abschlusszahlen und Verschiebung der Käuferstruktur

Im dritten Quartal wurden in Manhattan 87 Verkäufe registriert, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorquartal entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Volumen auf 9,61 Milliarden Dollar und liegt damit 4 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2025. Noch deutlicher fiel das Wachstum im gesamten Stadtgebiet von New York aus: Hier kletterte das Transaktionsvolumen in den ersten neun Monaten um 13 Prozent auf 16,2 Milliarden Dollar.

Belastende Faktoren bleiben das Zinsniveau, geopolitische Unsicherheiten und anziehende Renditen von US-Staatsanleihen. Zugleich verschob sich das Käufergefüge spürbar: Während sich internationale Investoren weiter zurückhielten, dominierten Privatanleger den Markt. Der Anteil von Real Estate Investment Trusts (REITs) am Dollarvolumen stieg von 7,3 Prozent im Vorjahr auf 36 Prozent im laufenden Jahr. Insgesamt steuert Manhattan 2026 auf mehr als 360 Transaktionen zu.

Entwicklung der einzelnen Nutzungsarten

Mehrfamilienhäuser verzeichneten eine besonders dynamische Entwicklung mit einem Zuwachs des Transaktionsvolumens von 74 Prozent seit Jahresbeginn und einem Anstieg der Quadratmeterpreise um 34 Prozent. Büroimmobilien machten trotz eines Minus von 23 Prozent gegenüber dem Frühjahr fast die Hälfte des Quartalsvolumens aus. Polakoff verwies auf die spürbare Aufhellung der Vermietungsmärkte: Objekte in Lagen wie West Chelsea, die vor einem Jahr noch nahezu leer standen, seien inzwischen voll vermietet und erzielen hohe Mieten.

  • —Einzelhandelsimmobilien erzielten dank historisch niedriger Leerstände und Zukäufen durch Eigennutzer ein Quartalsplus beim Transaktionsvolumen von 54 Prozent.
  • —Verkäufe zur Umnutzung von Bestandsgebäuden legten im Quartalsvergleich um 27 Prozent zu.
  • —Projektentwicklungen schwächten sich deutlich ab; hier sank das Volumen im Quartal um 54 Prozent, während die Quadratmeterpreise gegenüber 2025 fast um die Hälfte nachgaben.

Den Rückgang bei Projektentwicklungen stufte Polakoff als temporäre Delle ein, zumal außerhalb Manhattans weiterhin eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungsentwicklungen bestehe. Die zeitversetzte Abwicklung von Immobilientransaktionen erschwere kurzfristige Quartalsbewertungen, das Gesamtjahr 2026 präsentiere sich jedoch stabil. Gestiegene Kapitalisierungsraten würden durch höhere Nettobetriebseinkommen ausgeglichen, was den Druck auf die Objektwerte spürbar abfedere.

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