Die Lübke Kelber AG baut das Segment der Wohnungsprivatisierung sowie den Einzelvertrieb von Eigentumswohnungen signifikant aus. Hierzu wird unter der neuen Marke Lübke Kelber Living die langjährige Expertise der Unternehmensgruppe im Wohnungsvertrieb mit den Möglichkeiten einer modernen Immobilienplattform verknüpft. Das erklärte Ziel ist es, Lübke Kelber Living in den kommenden Jahren als einen der führenden Anbieter für Wohnungsprivatisierungen auf dem deutschen Markt zu etablieren.
Das Feld der Wohnungsprivatisierung ist für Lübke Kelber nicht neu. Bereits über Jahrzehnte waren sowohl Alt & Kelber als auch Dr. Lübke im Einzelvertrieb von Wohnimmobilien tätig. Jürgen F. Kelber, Aufsichtsrat der Lübke Kelber AG, äußert hierzu, die Wohnungsprivatisierung sei ein Kernbestandteil der Unternehmens-DNA von Lübke Kelber. Man verfüge über Erfahrungen aus der Vermarktung von mehr als 60.000 Wohnungen im Einzelverkauf. Diese Kompetenz soll nun mit modernen Vertriebsstrukturen, digitalisierten Prozessen und der aktuellen Immobilienplattform zusammengeführt werden.
Strategische Ausrichtung und operative Leitung
Der Anspruch sei es, Lübke Kelber Living zu einem marktführenden Anbieter im Bereich der Wohnungsprivatisierung in Deutschland zu entwickeln. Dafür investiert das Unternehmen gezielt in Personal, digitale Vertriebswege, Prozesse und strategische Partnerschaften. Lübke Kelber Living begleitet Eigentümer bereits heute über den gesamten Privatisierungsprozess hinweg. Dies umfasst die Analyse und Aufbereitung eines Wohnungsbestandes, die Herstellung der Vertriebsreife, die Entwicklung einer Vermarktungsstrategie bis hin zum finalen Einzelverkauf der Wohnungen.
Operativ verantwortet Marcel Hoecker, Geschäftsführer der Lübke Kelber Living, den Ausbau dieses Geschäftsfeldes. Er betont, man wolle Bestandshaltern nicht lediglich klassischen Wohnungsvertrieb anbieten, sondern einen vollständig strukturierten Privatisierungsprozess. Dieser beginne mit der Portfolioanalyse zur Identifikation geeigneter Wohnungen und Teilbestände. Anschließend werde gemeinsam mit dem Eigentümer die passende Strategie entwickelt, der gesamte Prozess bis zum Verkauf der einzelnen Wohnung begleitet.
- —Institutionelle und mittelständische Bestandshalter
- —Wohnungsunternehmen und Fonds
- —Family Offices
- —Weitere Eigentümer größerer Wohnungsbestände
Bedeutung im aktuellen Marktumfeld
Der veränderte Zins- und Investmentmarkt hat die Bedeutung des Einzelverkaufs von Wohnungen wieder erhöht. Während in Phasen niedriger Zinsen komplette Wohnungsportfolios häufig an institutionelle Käufer veräußert wurden, agieren institutionelle Investoren bei größeren Beständen heute selektiver. Zugleich sehen sich zahlreiche Eigentümer mit der Notwendigkeit konfrontiert, Bestände zu restrukturieren, Kapital freizusetzen oder auf veränderte Refinanzierungsbedingungen zu reagieren. Hoecker erklärt, für größere Bestandshalter könne die Wohnungsprivatisierung einen zusätzlichen strategischen Exit-Kanal darstellen. Es gehe nicht darum, den Globalverkauf prinzipiell zu ersetzen. Vielmehr werde analysiert, welche Verwertungsstrategie für einen Bestand oder Teile eines Portfolios wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Bei geeigneten Wohnungsbeständen kann der Einzelverkauf gegenüber einem vollständigen Portfolioverkauf zusätzliche Wertpotenziale erschließen. Dieser Ansatz ist bereits ein fester Bestandteil der bisherigen Strategie von Lübke Kelber Living.
Lübke Kelber Living beschränkt sich bewusst nicht auf die reine Vermarktung einzelner Wohnungen. Das Leistungsspektrum umfasst die Analyse der Privatisierungsfähigkeit, die Entwicklung von Verkaufs- und Preisstrategien, die Aufbereitung der Objekte, die Ansprache bestehender Mieter, den Vertrieb an Selbstnutzer und Kapitalanleger sowie die vollständige operative Begleitung des Einzelverkaufs. Ein entscheidender Vorteil ergibt sich aus der Einbindung in die umfassende Lübke-Kelber-Plattform, die Transaktionsgeschäft, Investment Management, Asset Management, Property Management und Wohnungsvertrieb bundesweit an fünf Standorten verbindet.
Herr Kelber betont, dass bei größeren Portfolios die Privatisierung wesentlich mehr als das Einstellen einzelner Wohnungen auf Verkaufsplattformen sei. Es gehe um eine übergreifende Strategie, die richtige Reihenfolge der Verkäufe, die Situation der Mieter, die Bestandsaufbereitung, Finanzierungsmöglichkeiten, Datenmanagement und einen professionell organisierten Vertrieb. Genau hier bringe das Unternehmen seine jahrzehntelange Erfahrung ein. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf Mietern als Käufergruppe. Dort, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, sollen Mietern eine konkrete Möglichkeit zum Erwerb ihrer Wohnung geboten werden. Verantwortungsvolle Wohnungsprivatisierung verbindet die Interessen der Eigentümer mit der Möglichkeit zur privaten Eigentumsbildung. Angesichts einer laut Pestel-Institut in Deutschland bei lediglich 43,5 Prozent liegenden Wohneigentumsquote sieht Herr Kelber eine gesellschaftliche Aufgabe darin, mehr Menschen den Zugang zu Wohneigentum zu ermöglichen. Hoecker ergänzt, bestehende Mieter würden frühzeitig und transparent angesprochen, da sie ihre Wohnung und ihr Umfeld kennen. Zusätzlich richtet sich der Vertrieb an Selbstnutzer und private Kapitalanleger, wobei Wohneigentum auch als Baustein für Vermögensaufbau und Altersvorsorge dient.














