Eine Tochtergesellschaft der JLW Holding AG aus der Lindhorst Gruppe, einem familiengeführten Unternehmensverbund mit Aktivitäten in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Bereich Erneuerbare Energien, hat ein umfangreiches Portfolio von Photovoltaikanlagen erworben. Die Transaktion umfasst etwa 80 Aufdach-Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 36 Megawatt-Peak. Das erworbene Portfolio ist über das gesamte Bundesgebiet verteilt.
Verkäuferin war die Sun Contracting Germany-Gruppe. Die Veräußerung erfolgte im Rahmen einer Distressed-M&A-Transaktion, bei der Rechtsanwalt Nicolas F. Grimm von Ehler Ermer & Partner mbB als Insolvenzverwalter bestellt war. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die rechtliche Beratung für die Käuferin, die JLW Holding AG, erfolgte durch die Kanzlei HEUKING. Dort betreute ein gemischtes Team aus Energierechts- und M&A-Spezialisten den gesamten Prozess, beginnend mit der Due Diligence über die Vertragsgestaltung und -verhandlung bis hin zum erfolgreichen Vertragsschluss und der anschließenden Durchführung des Vollzugs. Die Insolvenzverwaltung der Sun Contracting Germany-Gruppe wurde bei der erfolgreichen Veräußerung durch MÖHRLE HAPP LUTHER beraten.
Umfangreicher Transaktionsprozess
Das M&A-Team von MÖHRLE HAPP LUTHER verantwortete als Lead Advisor die Vorbereitung, Steuerung und Durchführung des gesamten Investorenprozesses. Maarten Wortel, federführender Partner bei MÖHRLE HAPP LUTHER, stellte fest, dass durch den strukturierten und wettbewerblichen Investorenprozess trotz der Insolvenzsituation eine nachhaltige Fortführung des Portfolios durch die Lindhorst Gruppe als strategische Erwerberin gesichert werden konnte. Er hob hervor, dass die Transaktion einen erfolgreichen Abschluss eines komplexen Distressed-M&A-Prozesses im Infrastruktur- und Energiesektor darstelle und den langfristigen Weiterbetrieb des deutschlandweiten Photovoltaik-Portfolios sichere.
Dr. Janis Meyerhof, der als Vorstand der JLW Holding AG für den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien zuständig ist, kommentierte den Erwerb dahingehend, dass viele der Anlagen in Ost- und Mitteldeutschland lägen und sich somit in der Nähe zu Flächen und Standorten der Unternehmensgruppe befänden. Alle Anlagen erhalten gemäß Meyerhof EEG-Einspeisevergütungen. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass geplant sei, einzelne Anlagen außerhalb der Fokusregionen in Westdeutschland möglicherweise weiterzuveräußern.
Beratungsleistungen im Detail
- —Entwicklung der Vermarktungsstrategie für das Photovoltaik-Portfolio.
- —Erstellung der notwendigen Transaktionsunterlagen.
- —Ansprache und umfassende Betreuung potenzieller Investoren.
- —Organisation und Koordination der Due Diligence-Prüfungen.
- —Durchführung des Bieterverfahrens und Verhandlung der eingereichten Angebote.
- —Begleitung der Vertragsverhandlungen bis zum erfolgreichen Abschluss.













