Leonardo Hotels Central Europe hat seine Development-Abteilung neu aufgestellt. Diese Restrukturierung soll die Voraussetzungen für eine verstärkte Expansion in Europa schaffen. Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung etablierter Kernmärkte sowie dem Ausbau selektierter Wachstumsregionen. Die Neuausrichtung resultiert aus einem überdurchschnittlich hohen Projektvolumen, das eine Anpassung der internen Strukturen erforderlich machte.
Für das Jahr 2026 erwartet Leonardo Hotels Central Europe die Aufnahme von voraussichtlich 28 neuen Hotels in sein Portfolio. Davon stammen rund 20 Objekte aus dem ehemaligen Revo-Portfolio. Zusätzlich werden zahlreiche im laufenden Jahr abgeschlossene Transaktionen umfangreiche Integrations-, Umbau- oder Renovierungsprojekte nach sich ziehen. Für 2027 prognostiziert das Unternehmen weitere 20 Neuzugänge. Parallel dazu betreut das Team etwa 30 Projekte aus den vergangenen Jahren, darunter Umbauten und Renovierungen von Bestandsimmobilien. Mehrere Neubauprojekte befinden sich zudem in einem fortgeschrittenen Stadium und sollen im kommenden Jahr eröffnet werden. Dieses hohe, parallel laufende Aktivitätsvolumen war ein maßgeblicher Grund für die Anpassung des Development-Teams.
Strategische Marktfokussierung und Teamverstärkung
Geographisch konzentriert sich Leonardo Hotels zunächst auf etablierte Kernregionen wie Deutschland, wo sich aktuell rund 80 der über 130 Hotels der Business Unit befinden. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf den Markteintritt in den nordischen und skandinavischen Ländern vor. Hierfür wurde Björn Anker Gullaksen als Director of Development für die nordischen Länder in das Team berufen. Seine Aufgabe ist die Portfolio-Erweiterung in Nordeuropa, insbesondere in Metropolen wie Stockholm, Kopenhagen, Oslo, Helsinki und Reykjavik. Wachstumschancen werden sowohl durch Akquisitionen als auch durch Pachtverträge evaluiert, wobei bestehende Hotels mit schneller Integrationsfähigkeit in eine der sieben Marken von besonderem Interesse sind.
In Italien, wo Leonardo Hotels derzeit acht Hotels und ein Apartmenthaus betreibt, soll die Präsenz in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Niccolò Pravettoni verstärkt das Team als Business Development Manager Italy und verantwortet die Expansion in diesem Markt. Der Fokus liegt auf Großstädten, ausgewählten Sekundärstandorten und bedeutenden Freizeitdestinationen, wobei die Zusammenarbeit mit Eigentümern, Asset Managern und institutionellen Investoren gesucht wird. Potenziale sieht Leonardo Hotels außerdem in Tschechien, Rumänien, Ungarn und Polen, wo die Gruppe bereits vertreten ist. In Polen sind vier Hotels und ein Apartmenthaus etabliert. Zukünftig sollen auch Expansionen in Ländern wie der Slowakei oder Slowenien verfolgt werden, wofür eine Ergänzung des Development-Teams um einen lokalen Manager vorgesehen ist. Frankreich bleibt ebenfalls ein wichtiger Wachstumsmarkt. Leonardo Hotels sucht dort einen Development Manager zur Intensivierung der Aktivitäten; nach der Erweiterung um ein zweites Haus in diesem Jahr sollen weitere Hotels in Paris und anderen Städten hinzukommen.
Neue Führungskräfte und klare Kriterien für Wachstum
Die strategische Ausrichtung wird durch eine erweiterte Führungsstruktur in der Development-Abteilung unterstützt. Martin Stegner wurde als Development Director und Deputy VP for Development berufen. Er verantwortet die Development-Aktivitäten in Zentraleuropa und ist Stellvertreter von Jan Heringa, Vice President Development und Project Management Leonardo Hotels Central Europe. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Entwicklung und dem Ausbau der Serviced-Apartment-Marke master. Robert Ruschke, seit 2021 im Team, wurde zum Deputy Development Director Central Europe ernannt und übernimmt Verantwortung für die gesamte Region, mit Fokus auf den DACH- und osteuropäischen Märkten.
Im Zentrum der Development-Aktivitäten stehen weiterhin gut positionierte City-Hotels, die das bestehende Portfolio sinnvoll ergänzen. Dazu zählen Business- und Tagungshotels sowie Objekte mit Potenzial für die Weiterentwicklung etablierter Konzepte. Das Leisure-Segment soll ausgebaut werden. Projektarten umfassen Neubauten, Konversionen und Bestandsimmobilien bis hin zu schlüsselfertigen Projekten. Die Partnership IV unterstützt die Erweiterung des Hotelportfolios mit zusätzlichem Investitionskapital von voraussichtlich 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro, um die Mittel für die Expansion bereitzustellen. Jan Heringa erklärte, dass das Unternehmen gezielt wachsen und die richtigen Projekte an den richtigen Standorten identifizieren sowie langfristige Partnerschaften aufbauen möchte, wofür die neue Development-Struktur die notwendigen Voraussetzungen schaffe.














