Der auf Life Sciences spezialisierte US-Immobilienkonzern Alexandria Real Estate Equities hat sich frisches Kapital gesichert. Wie das Unternehmen im Rahmen seiner Quartalsergebnisse mitteilte, übernimmt der globale Vermögensverwalter KKR eine substanzielle Beteiligung am Forschungskomplex Campus Point by Alexandria in San Diego. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 475 Millionen $.
Im Rahmen des neu gegründeten Joint Ventures hält KKR einen nicht-beherrschenden Eigenkapitalanteil von 49 Prozent sowie einen indirekten Eigentumsanteil von 28,5 Prozent an dem kalifornischen Forschungscampus. Auf KKR-Seite wird die Transaktion von Sam Caven, Managing Director im Immobilienteam des Investors, betreut. Als Finanzberater waren die Beratungshäuser Eastdil Secured und Savills mandatiert.
Struktur des Joint Ventures und bonitätsstarke Mieter
Trotz des Einstiegs von KKR verbleiben die operative Führung sowie die Konsolidierung der Gesellschaft bei Alexandria. Marc Binda, Finanzvorstand von Alexandria, erklärte während der Analystenkonferenz, dass die Vereinbarung ein gestaffeltes Ausschüttungsmodell vorsehe. Dieses passe sich im Zeitverlauf an, garantiere dem neuen Partner jedoch bereits ab dem ersten Jahr Ausschüttungen in Höhe von mindestens 5,5 Prozent auf das eingebrachte Eigenkapital von 475 Millionen $.
Der Campus Point zählt zu den zentralen Objekten des Unternehmens im Biotech-Cluster von San Diego und weist eine namhafte Nutzerschaft auf. Unter den Mietern finden sich führende Institute und Konzerne:
- —Pharmakonzerne wie Novartis, Bristol Myers Squibb und Eli Lilly
- —Der Technologie- und Verteidigungskonzern Leidos
- —Die University of California, San Diego (UCSD)
Alexandria stärkt Liquidität in anspruchsvollem Marktumfeld
Der Einstieg von KKR verschafft Alexandria dringend benötigten finanziellen Spielraum. Der Sektor für Life-Sciences-Immobilien steht seit 2021 unter Druck, nachdem ein Überangebot durch neue Marktteilnehmer sowie seit 2025 gekürzte Fördermittel der US-Bundesregierung das Wachstum bremsten.
Vor dem Hintergrund nachlassender Vermietungsaktivitäten und bevorstehender Mietvertragsabläufe über 1,4 Millionen Quadratfuß im Jahr 2027 verfolgt der Real Estate Investment Trust ein striktes Liquiditätsmanagement. Bis zum dritten Quartal hat Alexandria daher Randaktivitäten und Grundstücke im Umfang von 242 Millionen $ veräußert oder verbindlich zum Verkauf vereinbart.














