Das Start-up „walter“ tritt mit einer innovativen Lösung zur Bewältigung von Herausforderungen in der Immobilienverwaltung an. Aktuelle Analysen, wie das Branchenbarometer des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV), weisen auf eine Überlastung von über 62 Prozent der Immobilienverwaltungen hin. Diese Situation wird durch Faktoren wie Fachkräftemangel, wirtschaftlichen Druck und die Fragmentierung durch multiple Einzellösungen verschärft. „walter“ wurde entwickelt, um diese Engpässe durch die Bündelung administrativer und operativer Aufgaben in einer zentralen Anwendung zu adressieren.
Die neue KI-gestützte Anwendung unterstützt Immobilienverwaltungen, indem sie diverse Routineaufgaben übernimmt. Dies umfasst die Annahme von Telefonaten, die Bearbeitung von Mieteranfragen sowie die Vorbereitung von Nebenkosten- und Hausgeldabrechnungen. Zusätzlich behält das System Verträge und Fristen im Blick. Die finale Prüfung und Freigabe der durch „walter“ vorbereiteten Ergebnisse verbleibt stets beim menschlichen Verwalter. Christoph Wend-Erdel, Geschäftsführer von walter, hebt hervor, dass viele Verwaltungsprozesse bislang manuell ablaufen oder nur teilweise digitalisiert sind, was die Entwicklung dieser Lösung maßgeblich beeinflusste.
Entstehung und Markteinführung
„walter“ ist das erste Start-up, welches aus dem Build-First-Ansatz von The Bau Ventures hervorgegangen ist. The Bau Ventures agiert als Frühphasen-Investor für Start-ups und ist eine gemeinsame Initiative des Planungs- und Beratungsunternehmens Drees & Sommer. Die Bündelung der Start-up-Aktivitäten von Drees & Sommer in The Bau Ventures wurde Anfang des Jahres bekannt gegeben. Mit „walter“ wurde erstmals eine Geschäftsidee von der Problemidentifizierung über die Konzeption bis zur Gründung eines eigenständigen Start-ups realisiert. Thomas Häusser, Partner der Drees & Sommer SE, betont, dass eine nachhaltige Transformation des Immobilienmarktes Lösungen erfordert, die rasch wirken, die Branche dauerhaft entlasten und skalierbar sind. Er sieht in „walter“ ein Beispiel dafür, wie innerhalb kurzer Zeit ein marktfähiges Geschäftsmodell aus der Adressierung konkreter Engpässe entstehen kann.
Die Entwicklung von „walter“ erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten von Drees & Sommer. Die Lösung wurde frühzeitig am Markt getestet und präzise an den Bedürfnissen der Immobilienbranche ausgerichtet. Im Gegensatz zu traditioneller Verwaltungssoftware bietet „walter“ einen KI-Mitarbeiter, der Informationen zentral bündelt und eigenständig ganze Prozesse steuert, wobei die letztendliche menschliche Kontrolle gewahrt bleibt. Drees & Sommer unterstützt das Start-up zudem mit Kapital, Branchenwissen und Zugang zu Projekten und Kunden. Alexander Assimidis, Geschäftsführer von walter, unterstreicht, dass die Lösung es Hausverwaltungen ermöglichen soll, ihren Bestand zu erweitern und sich auf wertschöpfende Themen wie Portfolio-Optimierung zu konzentrieren, ohne dass der administrative Aufwand proportional steigt.
Funktionsweise und Vorteile
Die Einsatzbereiche von „walter“ umfassen ein breites Spektrum an Verwaltungsaufgaben. Dazu zählen die Telefonie, das Dokumentenmanagement, die gesamte Mieterkommunikation, die Objektbuchhaltung sowie die Erstellung von Hausgeld- und Betriebskostenabrechnungen. Auch die Koordination von Dienstleistern und die Objektvermarktung sind integrierte Funktionen. Insbesondere zeitintensive und wiederkehrende Routineaufgaben, die üblicherweise viele Ressourcen binden, werden durch den KI-Mitarbeiter effizient bearbeitet.
- —Bei einem gemeldeten Heizungsausfall erfasst walter die Anfrage und ordnet sie dem korrekten Objekt zu.
- —Relevante Ansprechpartner werden informiert, und das System übernimmt die Terminabstimmung mit dem zuständigen Handwerksbetrieb.
- —Über Web-, Mobil- und Desktop-Anwendungen können alle Beteiligten den aktuellen Bearbeitungsstatus einsehen und Unterlagen einreichen.
- —Dies vereinfacht die Kommunikation zwischen Mietern, Handwerkern und der Verwaltung.
Der offizielle Marktstart von „walter“ erfolgt im Rahmen des Deutschen Verwaltertages am 17. und 18. September in Berlin. Der Bedarf für eine solche Lösung wurde durch umfassende Marktanalysen und Gespräche mit Pilotkunden bestätigt, was die praxisorientierte Ausrichtung des Build-First-Ansatzes von The Bau Ventures belegt.














