Immobilienkäufer, die künstliche Intelligenz (KI) zur Erstellung von Beschwerden und Fragen nutzen, verursachen nach Angaben des Notariatsbüros RG Law zusätzliche Arbeit und Verzögerungen bei Immobilientransaktionen. Das Unternehmen berichtet, dass Mandanten zunehmend KI einsetzen, um umfangreiche Fragenkataloge zu generieren, ohne den Kontext ihrer Transaktion vollständig zu verstehen.
Dieser Trend führt dazu, dass die Bearbeitung von Vorgängen durch Rechtsanwälte und Notare aufwendiger wird. Die generierten Anfragen sind oft allgemeiner Natur und berücksichtigen nicht die spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Kaufvertrags oder der Immobilie. Dies erfordert eine detaillierte Prüfung und häufig Rückfragen an die Mandanten, um den tatsächlichen Informationsbedarf zu klären.
Auswirkungen auf den Transaktionsprozess
Die Zeit, die für die Klärung und Beantwortung dieser KI-gestützten Anfragen aufgewendet werden muss, addiert sich zu den ohnehin schon komplexen Abläufen einer Immobilientransaktion. Dies kann zu längeren Bearbeitungszeiten führen, was sowohl für die Käufer als auch für die Verkäufer unerwünschte Unsicherheiten und Wartezeiten mit sich bringt. Die Effizienz, die durch KI eigentlich versprochen wird, verkehrt sich in diesen Fällen ins Gegenteil.
Experten des Notariatsbüros betonen, dass eine präzise und kontextbezogene Kommunikation essenziell ist, um den Prozess reibungslos zu gestalten. Zwar kann KI bei der Informationsbeschaffung unterstützen, doch die finale Formulierung von rechtlich relevanten Fragen sollte stets auf einem fundierten Verständnis der individuellen Situation basieren. Dies ist besonders wichtig in einem Rechtsbereich, der höchste Präzision erfordert.
Notwendigkeit menschlicher Expertise
Der Fall zeigt, dass die Rolle menschlicher Expertise im Immobiliensektor auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung unverzichtbar bleibt. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu analysieren, relevante Fragen zu stellen und die juristischen Implikationen zu verstehen, kann derzeit nicht vollständig durch automatisierte Systeme ersetzt werden. Eine ausgewogene Nutzung von Technologie, die menschliches Fachwissen ergänzt und nicht ersetzt, scheint der zielführendste Ansatz zu sein.













