Die JUNiCKE Gruppe, ein etablierter Immobilieninvestor mit Fokus auf Logistik- und Light-Industrial-Immobilien sowie Unternehmensansiedlungen in Nord- und Ostdeutschland, hat ihre Absicht zur Bestandserweiterung kommuniziert. Im Rahmen dieser Strategie werden geeignete Hallen und Gewerbegrundstücke in definierten Wachstumsregionen gesucht. Das Suchprofil umfasst primär Standorte in Hamburg, Hannover, Braunschweig, Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Halle/Leipzig sowie der Region Kassel/Göttingen. Diese geografische Fokussierung unterstreicht die strategische Ausrichtung auf wirtschaftlich relevante Zentren und deren Umland.
Die Gruppe konzentriert sich auf Bestandsimmobilien mit einer Mietfläche von mindestens 5.000 Quadratmetern und Grundstücke ab einer Größe von 8.000 Quadratmetern. Wesentlich für die Auswahl sind eine hohe Mietnachfrage am jeweiligen Mikrostandort sowie konkrete Möglichkeiten zur weiteren Wertentwicklung der Immobilien. Dies kann Baureserven, Optimierungen in der Vermietungsstruktur oder die Erschließung zusätzlicher Nutzungsoptionen umfassen. Es wird explizit darauf geachtet, dass der Bebauungsplan eine Gewerbe- oder Industrienutzung zulässt und der Anteil der Büro- und Sozialflächen 15 Prozent nicht überschreitet. Erbbaurechte und Teileigentum sind vom Ankauf ausgeschlossen.
Fokus auf Entwicklungspotenziale und stabile Marktbedingungen
Julius Hendrich Junicke, geschäftsführender Gesellschafter der JUNiCKE Gruppe, erläuterte die Ankaufsstrategie. Er betonte, dass nicht ausschließlich makellose Immobilien gesucht werden, sondern vielmehr Objekte mit Substanz und einer klar nachvollziehbaren Entwicklungsperspektive. Entscheidend sei die langfristige Eignung eines Standortes für Produktion, Lagerung oder Logistik sowie die Identifikation ungenutzter Potenziale. Dies spiegelt eine präzise und zukunftsorientierte Investmentphilosophie wider, die über den Ist-Zustand hinausblickt.
Der Markt für Unternehmensimmobilien weist, trotz einer konjunkturell gedämpften Phase, eine bemerkenswerte Stabilität auf. Der Marktbericht Nummer 22 der Initiative Unternehmensimmobilien, veröffentlicht im März, konstatiert eine robuste Flächennachfrage. Investoren agieren hierbei weiterhin selektiv. Für die JUNiCKE Gruppe resultiert daraus ein Fokus auf Objekte, deren Qualität nicht allein durch das Baujahr oder den aktuellen Vermietungsstand definiert wird, sondern durch ihr intrinsisches und entwickelbares Potenzial.
Strategische Optionen: Sale and Rent Back
Neben klassischen Ankaufstransaktionen prüft die JUNiCKE Gruppe auch Sale-and-Rent-Back-Geschäfte. Bei dieser Transaktionsform veräußert ein Unternehmen seine betrieblich genutzte Immobilie und mietet diese im Anschluss langfristig zurück. Dies ermöglicht die Freisetzung von Kapital, das bislang in Grundstücken und Gebäuden gebunden war, für Investitionen in das operative Geschäft, ohne den Standort aufgeben zu müssen.
Carl Jobst Junicke, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der JUNiCKE Gruppe, erläuterte die Vorteile dieses Ansatzes. Er führte aus, dass viele mittelständische Unternehmen Kapital für Maschinen, Digitalisierung oder Wachstum benötigen, während gleichzeitig erhebliche Mittel in ihren Betriebsimmobilien gebunden sind. Sale and Rent Back kann in solchen Fällen den erforderlichen finanziellen Spielraum schaffen. Voraussetzung hierfür sind eine tragfähige Mietstruktur und eine Immobilie, die auch über einen langen Zeitraum wirtschaftlich nutzbar bleibt. Die Geschäftsführung der JUNiCKE Gruppe stand auf der EXPO REAL in München am Stand C1.410 für Gespräche mit Eigentümern, Unternehmen, Maklern und Projektentwicklern zur Verfügung.














