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Projektentwicklung··3 min

IPA-Pilotprojekt am Universitätsklinikum Düsseldorf: Zentrallaborneubau mittels BIM und Integrierter Projektabwicklung

Am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) wird ein neues Zentrallabor, das sechs Institute umfassen soll, erstmalig im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung (IPA) realisiert, wobei Building Information Modeling (BIM) als zentrales Steuerungsinstrument dient.

KI-generiertIPA-Pilotprojekt am Universitätsklinikum Düsseldorf: Zentrallaborneubau mittels BIM und Integrierter Projektabwicklung – KI-generiertes Symbolbild
IPA-Pilotprojekt am Universitätsklinikum Düsseldorf: Zentrallaborneubau mittels BIM und Integrierter Projektabwicklung. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Realisierung eines neuen Zentrallabors am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) erfolgt im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung (IPA). Dieses Vorgehen stellt für das UKD eine erstmalige Anwendung dar. Die Formitas AG und ihre Schwestergesellschaft Carpus+Partner AG wurden mit der BIM-Umsetzung des Projekts betraut. Der Planungsprozess, der im Januar 2026 begann und auf drei Jahre ausgelegt ist, integriert die Ausführung von Beginn an. Eine transparente Kommunikation und die geteilte Verantwortung innerhalb des Projektteams sind maßgebliche Prinzipien der IPA. Die Inbetriebnahme des Neubaus, der sechs Institute vereinen wird, ist für Ende 2033 vorgesehen. Bereits im Jahr 2027 ist der Umbau der bestehenden Rohrpost geplant.

Innerhalb der IPA-Struktur ist das von Formitas verantwortete BIM-Management ein integraler Bestandteil des Kernteams. Der BIM-Nutzen manifestiert sich für das IPA-Team in einer optimierten Kollaboration, die eine höhere Planungsqualität, eine Reduzierung von Fehlern sowie eine gesteigerte Kostentransparenz und -kontrolle ermöglicht. Die visuelle Kommunikation der BIM-Modelle unterstützt die Entscheidungsfindung und trägt zur Handhabung der Projektkomplexität bei. Carola Brockmann, BA-Ing. Architektin und Bauherrenvertretung am UKD, betonte die Vorteile, die sich aus der frühzeitigen Darstellung von Schnittstellen und potenziellen Kollisionen sowie der präzisen Massenermittlung für erste Kalkulationsiterationen ergeben. Dies schaffe von Anfang an eine gewerkeübergreifende Transparenz und fördere das Vertrauen zwischen den Projektpartnern.

Struktur der Integrierten Projektabwicklung und BIM-Management

Das IPA-Modell zeichnet sich durch eine enge und gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Beteiligten von Projektbeginn an aus. Dies schließt die ausführenden Firmen bereits in der Planungsphase ein. Die Projektphasen am UKD sind in Stufe 1a (IPA-Vertragsstart bis Vorplanung), Stufe 1b (Entwurfs- und Genehmigungsplanung inklusive finaler Zielkosten) und Stufe 2 (Ausführungsplanung, Bauausführung und Inbetriebnahme) unterteilt. Mit Eintritt in die IPA-Vertragsstufe 2 wird der Zielpreis für die Gesamtleistung gemeinsam vereinbart. Diese Vereinbarung bildet die finanzielle Grundlage für die IPA-Partner und regelt deren Beteiligung bei Zielpreisüber- oder -unterschreitungen am Projektende.

Im Rahmen des Zentrallaborneubaus am UKD obliegt Formitas das BIM- und Informations-Management sowie die BIM-Gesamtkoordination. Die Spezialisten sind für die CDE-Administration mittels Dalux-Box und die BIM-basierte Auswertung von Modelldaten, wie Flächen und Kosten, über Dashboards der Gebäudedatenplattform Konektor zuständig. Diese Methodik ermöglicht es, die Einhaltung des gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) NRW vereinbarten Planziels kontinuierlich zu verfolgen. Zudem ist Formitas am IPA-weiten Tool- und Informations-Setup beteiligt und entwickelt in Kooperation mit dem UKD eine Strategie zur künftigen Verknüpfung von BIM-Modelldaten mit dem CAFM-System für den Gebäudebetrieb. Der Auftrag an die Formitas AG erfolgte im Rahmen einer gemeinsamen Bewerbung nach VgV über den Objekt- und Laborplaner Carpus+Partner AG.

Kooperative Projektpartner und zukünftige Nutzung

Die kooperative Einstellung der Projektpartner bildet das Fundament eines jeden IPA-Projekts. Transparenz und Offenheit prägen die Kommunikation. Am Standort Düsseldorf arbeiten die Partner an einem gemeinsamen Projektstandort (Co-Location) und nutzen Lean-Methoden. Schulungen und Workshops, ergänzt durch innovative Ansätze wie Graphic Recording und Last Planner, unterstützen das Team. Die Festlegung gemeinsamer Ziele und Vorteile dient der Motivationssteigerung und ist ein entscheidender Faktor für den Projekterfolg. Neben Carpus+Partner als Auftraggeber von Formitas sind folgende IPA-Partner involviert:

  • —Universitätsklinikum Düsseldorf
  • —Klett Ingenieure GmbH (TGA-Planung)
  • —Mainka Bau GmbH & Co. KG (Bauausführung)
  • —Rud. Otto Meyer Technik GmbH & Co. KG (Technische Anlagenausführung)

Die Tragwerksplanung wird von B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH verantwortet. Das neue Zentrallabor am UKD wird zukünftig sechs Laborinstitute unter einem Dach vereinen, darunter das Institut für Medizinische Mikrobiologie & Krankenhaushygiene, das Institut für Virologie und das Zentralinstitut für klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik. Ziel ist die Optimierung von Wegen zwischen Diagnostik und Patientenversorgung sowie eine effiziente Ressourcennutzung. Der Neubau mit einer Nutzungsfläche von rund 15.000 qm wird moderne Labortechnologien für die Forschung und Bereiche für die Lehre zusammenführen.

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