Im Markt für Interim Management innerhalb der Bau-, Immobilien- sowie Finanzwirtschaft zeichnet sich gegenwärtig eine bemerkenswerte Zweiteilung ab. Die Lage der freiberuflichen Führungskräfte und Experten ist durch gegenläufige Entwicklungen geprägt, die das wirtschaftliche Umfeld dieser Sektoren widerspiegeln.
Auf der einen Seite berichtet rund ein Drittel der tätigen Interim Manager über eine hohe oder vollständige Auslastung der eigenen Kapazitäten. Gezielte Mandate sorgen in diesen Fällen für eine stabile Auftragslage über längere Zeiträume hinweg.
Spreizung zwischen Auslastung und Auftragsmangel
Demgegenüber steht ein Marktsegment, das mit spürbaren Herausforderungen konfrontiert ist. Ein relevanter Teil der Akteure verzeichnet einen deutlichen Auftragsmangel. Diese Diskrepanz verdeutlicht, wie ungleichmäßig die Nachfrage nach externen Managementkapazitäten gegenwärtig über die verschiedenen Teilbereiche verteilt ist.
Die Ursachen für dieses gespaltene Bild liegen in den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Teilbranchen. Während in einigen Bereichen kurzfristig externe Steuerungs- und Führungskompetenz benötigt wird, führen Zurückhaltung und veränderte Rahmenbedingungen an anderer Stelle zu Verzögerungen oder dem Ausbleiben von Neubeauftragungen.
- —Bauwirtschaft: Selektiver Bedarf an spezialisierter Steuerung bei veränderten Rahmenbedingungen
- —Immobilienwirtschaft: Ungleichmäßige Verteilung von Aufgaben und externen Mandaten
- —Finanzwirtschaft: Zurückhaltende Vergabe bei gleichzeitiger Nachfrage nach gezieltem Fachwissen
Ausblick auf die Marktsegmente
Die gegenwärtige Marktlage zeigt, dass der Einsatz von Interim Managern in der Bau-, Immobilien- und Finanzwirtschaft stark von den spezifischen Profilen und Aufgabenstellungen abhängt. Ob sich die Schere zwischen Auslastung und Leerlauf künftig schließt, wird maßgeblich von den weiteren Impulsen in den jeweiligen Branchen bestimmt.














