Sprache
DEEN
Projektentwicklung··3 min

Immobilienwirtschaft forciert Glasfaser-Ausbau in Mehrparteienhäusern

Die Immobilienbranche beauftragt die Deutsche Telekom AG mit dem Ausbau von Glasfaseranschlüssen für sieben Millionen Wohneinheiten, um die digitale Infrastruktur in Mehrfamilienhäusern zu verbessern.

KI-generiertImmobilienwirtschaft forciert Glasfaser-Ausbau in Mehrparteienhäusern – KI-generiertes Symbolbild
Immobilienwirtschaft forciert Glasfaser-Ausbau in Mehrparteienhäusern. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Immobilienwirtschaft intensiviert ihre Bemühungen zur flächendeckenden Versorgung von Mehrparteienhäusern mit Glasfasertechnologie. Wohnungsunternehmen, Immobilienverwaltungen und Projektentwickler haben die Deutsche Telekom AG mit der Erschließung von insgesamt sieben Millionen Wohneinheiten beauftragt. Diese Kooperation zielt darauf ab, die digitale Infrastruktur in einem Segment des deutschen Wohnungsbestands zu stärken, dessen Erschließung als komplexer gilt als jene von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Der Ausbau in Mehrfamilienhäusern erfordert eine enge Koordination zwischen Eigentümern, Verwaltungen, Bewohnern, Netzplanung und Bauunternehmen. Branchenschätzungen deuteten darauf hin, dass Ende 2025 ein erheblicher Anteil der Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern noch ohne Glasfaseranschluss sein würde. Die Telekom arbeitet daher mit der Immobilienwirtschaft an Lösungen, um den Ausbau großer Bestände effizienter und planbarer zu gestalten.

Jean-Pascal Roux, Leiter Fiber Reichweite bei der Telekom, betonte, dass die Beauftragung von sieben Millionen Wohnungen den aktiven Willen der Immobilienwirtschaft zum Glasfaser-Ausbau unterstreiche. Er hob hervor, dass die Umsetzung dieser Aufträge in nutzbare Anschlüsse nun Priorität habe und dass der Zugang zu digitaler Infrastruktur für Bewohner von Mehrfamilienhäusern und im sozialen Wohnungsbau nicht von der Wohnform abhängig sein dürfe.

Offenes Netz und Standardisierung fördern den Ausbau

Ein wesentliches Argument für die Zusammenarbeit mit der Telekom ist die langfristige Unabhängigkeit der Immobilien. Das Glasfasernetz der Telekom steht, analog zum DSL-Netz, auch anderen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung. Aktuell nutzen rund 45 nationale und regionale Anbieter dieses Netz als Wholesale-Partner für eigene Produkte und Tarife. Dies gewährleistet für Bewohner eine Wahlfreiheit und bindet sie nicht an einen einzelnen Anbieter. Für Eigentümer, Wohnungsunternehmen, Projektentwickler und Verwalter verhindert ein solches offenes Netz ein dauerhaftes Anbietermonopol im Gebäude und sichert Flexibilität bei der Immobilienversorgung.

Herr Roux unterstrich, dass das Upgrade auf Glasfaser eine Modernisierung der technischen Lebensader eines Gebäudes darstellt, die Anbieterwahl jedoch erhalten bleiben müsse. Mit jeder erschlossenen Einheit wachse nicht nur das Netz der Telekom, sondern auch der erreichbare Markt für weitere Telekommunikationsanbieter, was Wettbewerb und Verbrauchern zugutekommt. Zur Erleichterung des Ausbaus, insbesondere bei großen Beständen, hat die Telekom mit Verbänden der Immobilienwirtschaft Rahmenvereinbarungen und Musterregelungen entwickelt. Diese bieten einen rechtssicheren Rahmen für Planung, Bau und Betrieb der Infrastruktur, vereinfachen Abstimmungsprozesse und beschleunigen Ausbauvorhaben.

Ergänzend arbeitet die Telekom bundesweit in über 50 Kooperationen mit regionalen Netzbetreibern, Stadtwerken und weiteren Infrastrukturpartnern zusammen. Dabei werden die Stärken gebündelt: Regionale Partner können die Infrastruktur vor Ort errichten, während die Telekom den offenen Netzbetrieb ermöglicht. Dies gestattet neben dem regionalen Partner und der Telekom auch weiteren Anbietern, ihre Dienste über die Glasfaserinfrastruktur anzubieten.

Fokus auf Anschluss in der Wohnung

Die Telekom wird ihre Investitionen in den Glasfaser-Ausbau in den kommenden drei Jahren um weitere 800 Millionen Euro aufstocken, zusätzlich zu den bereits geplanten Milliardeninvestitionen. Der Schwerpunkt verlagert sich dabei zunehmend auf den tatsächlich nutzbaren Glasfaser-Anschluss bis in die Wohnung, nicht lediglich auf die Erschließung von Straßen und Gebäuden. Herr Roux bemerkte, dass die sieben Millionen beauftragten Wohnungen nicht als Anlass zum Innehalten dienen, sondern die Verantwortung und das Potenzial verdeutlichen, das nun vor ihnen liegt. Das Ziel sei, gemeinsam mit der Immobilienwirtschaft aus Aufträgen tatsächliche Anschlüsse zu realisieren, um digitale Infrastruktur und freie Anbieterwahl für alle, unabhängig vom Wohnort, zu gewährleisten.

Auf der Suche
nach einem
Immobilienmakler?

Michael Freitag — Gründer FREITAG® Immobilien
Michael Freitag
Gründer der FREITAG® Immobilien GmbH
Über 15 Jahre Erfahrung in Bayern & Umland
— FREITAG Immobilien

Ihr diskreter Partner für institutionelle Transaktionen im DACH-Raum.

Als Premium-Immobilienkanzlei mit Sitz in München begleiten wir Investoren, Family Offices, Bauträger und Bestandshalter bei Ankauf, Verkauf und Bewertung von Wohn-, Zins- und Gewerbeobjekten — vertraulich, marktnah und auf Augenhöhe.

3.600+
Gemeinden im Marktradar
48 h
Erst­einschätzung Ihres Objekts
Off-Market
Diskreter Käuferkreis
DACH
DE · AT · CH
— Vertraulicher Kontakt

Sprechen wir über Ihr Portfolio.

Ankaufsprofile, Off-Market-Opportunitäten, Bewertungen oder Projektentwicklungs-Anfragen — wir antworten persönlich innerhalb von 24 Stunden, NDA selbstverständlich.

Telefon
+49 (0) 89 158 90 140
E-Mail
E-Mail anzeigen
Sitz
München
— Weitere News
— Meistgelesen im Journal