Eine umfassende Umfrage unter Immobilienmaklern hat aufgedeckt, dass 95 % von ihnen der Ansicht sind, Mitbewerber würden unrealistische Immobilienbewertungen abgeben, um sich Verkaufsaufträge zu sichern. Diese Praxis, bei der der Wert einer Immobilie künstlich hoch angesetzt wird, um Eigentümer zu überzeugen, das Mandat zu erteilen, scheint im Markt weit verbreitet zu sein.
Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass das Überbewerten von Objekten zum Zwecke der Akquisition von Aufträgen im Vergleich zu vor zwölf Monaten häufiger geworden ist. Diese Entwicklung weist auf einen intensiveren Wettbewerb im Maklergewerbe hin, der die Akteure dazu veranlasst, aggressivere Strategien zur Kundengewinnung zu verfolgen.
Ursachen und Auswirkungen der Überbewertung
Der Druck auf Makler, ihre Marktanteile zu verteidigen oder auszubauen, wird oft als Hauptgrund für diese Tendenz genannt. Eine zu hohe Bewertung kann jedoch negative Konsequenzen für Immobilienverkäufer haben, da überteuerte Immobilien länger auf dem Markt verbleiben und letztendlich oft unter dem ursprünglichen Wunschpreis verkauft werden müssen. Dies führt nicht nur zu Zeitverlust, sondern kann auch den Ruf der Immobilie auf dem Markt schädigen.
Die Ergebnisse der Umfrage, die ursprünglich auf PropertyWire veröffentlicht wurden, unterstreichen die Notwendigkeit einer realistischen und fundierten Bewertungspraxis. Vertrauenswürdige Makler legen Wert auf eine objektive Marktanalyse und Transparenz, um sowohl den Verkäufern als auch potenziellen Käufern eine solide Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Experten mahnen, dass die Abgabe von überhöhten Bewertungen kurzfristig zwar Aufträge sichern mag, langfristig jedoch das Vertrauen in die Branche untergräbt und den Immobilienmarkt verzerrt. Eine nachhaltige Strategie im Maklergeschäft basiert auf Professionalität und einer realistischen Einschätzung des Marktwerts von Objekten.














