Der britische Softwareanbieter iamproperty hat eine neue Plattform vorgestellt, die das Abrechnungsmodell für Immobilienmakler verändern soll. Das System erlaubt es Maklerunternehmen, laufende Softwaregebühren durch Gutschriften auszugleichen, die sie über abgewickelte Immobilientransaktionen erzielen.
Mit diesem Schritt reagiert das PropTech-Unternehmen auf veränderte Anforderungen in der Branche. Anstelle rein fixer Lizenzgebühren knüpft das Modell die Aufwendungen für die digitale Infrastruktur enger an die tatsächliche Geschäftsaktivität der Vermittler.
Kopplung von Transaktionsvolumen und Softwaregebühren
Durch das neue Modell können Agenturen bei der Abwicklung von Verkäufen und Vermittlungen über das Portal Guthaben ansparen. Diese Credits werden anschließend mit den fälligen Gebühren für die Software verrechnet, sodass sich die laufenden Ausgaben bei entsprechender Abschlussdichte deutlich reduzieren lassen.
Zu den genauen wirtschaftlichen Parametern hält sich das Unternehmen bislang bedeckt. Weder das erforderliche Transaktionsvolumen, das zur vollständigen Deckung der Softwarekosten nötig wäre, noch die regulären Abonnementpreise wurden von iamproperty öffentlich kommuniziert.
- —Verrechnung anfallender Softwaregebühren über erwirtschaftete Transaktionsguthaben
- —Bislang keine Veröffentlichung der regulären Abonnementpreise
- —Geschäftsvolumen zur vollständigen Gebührenbefreiung derzeit nicht beziffert
Relevanz für den gewerblichen Vermittlungssektor
Für Maklerbetriebe bietet ein derartiges Modell vor allem in transaktionsstarken Marktphasen ein finanzielles Einsparpotenzial. Zugleich bleibt abzuwarten, wie sich das System in Zeiten verhaltener Marktentwicklungen bewährt, wenn weniger Transaktionen realisiert werden und entsprechend geringere Gutschriften anfallen.
Die Initiative verdeutlicht die Tendenz innerhalb des Immobiliensektors, technologische Anwendungen und transaktionsbasierte Dienstleistungen enger miteinander zu verknüpfen. Inwieweit der Markt dieses Angebot annimmt, wird sich an der weiteren Akzeptanz des Anbieters im Tagesgeschäft zeigen.













