Nach dem Großbrand im April 2026, der am Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol erhebliche Sachschäden verursacht hatte, steht der Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs fest. Das traditionsreiche Haus empfängt ab dem 1. Dezember 2026 wieder Gäste. Die Eigentümerfamilie Seyrling realisierte den Wiederaufbau sowie eine bereits vor dem Brand geplante Erweiterung innerhalb eines Zeitfensters von nur sechs Monaten. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf über 30 Millionen Euro.
Der Brand stellte die Projektbeteiligten vor eine komplexe Doppelaufgabe: Während die durch Feuer, Rauch und Löschwasser beschädigten Gebäudeteile saniert werden mussten, liefen die bereits zuvor projektierten Zu- und Umbauten parallel weiter. Hotelbesitzer Alois Seyrling, der das Haus in sechster Generation führt, erklärte, dass Planungs-, Genehmigungs- und Bauphasen zwangsläufig zeitgleich stattfinden mussten. Neben den beauftragten Bauunternehmen trug eine Quote von 90 Prozent an verbliebenen Stamm-Mitarbeitern zur zügigen Umsetzung des Zeitplans bei.
Umfangreiche Sanierung und bauliche Neuerungen
Die Zerstörungen betrafen wesentliche funktionale und repräsentative Bereiche des Hauses. Im Zuge der Rekonstruktion wurden die Hotelhalle samt Rezeption, vier Restaurants, die Hotelbar sowie Konferenz- und Fitnessbereiche wiederhergestellt. Gleiches gilt für die Yoga- und Pilatesräume, den Kinder- und Nachtclub sowie Treppenhäuser, Wäscherei, Personalräume, Liftanlagen und Kühltechnik. Große Teile der technischen Infrastruktur und der Innenausstattung mussten vollständig neu errichtet werden.
- —Errichtung eines eigenständigen Adult Only SPA in einem separaten Gebäude im Hotelgarten
- —Schaffung von elf zusätzlichen Gästezimmern im Zuge der Erweiterung
- —Vollständige Instandsetzung der durch Brand und Löschwasser beschädigten Restaurant- und Allgemeinflächen
- —Neustrukturierung der haustechnischen Anlagen, Aufzugssysteme und Kühleinrichtungen
Das Hotel Klosterbräu befindet sich seit 1809 im Eigentum der Familie Seyrling. Gegenwärtig sind sechs Familienmitglieder operativ im Betrieb tätig. Wie Alois Seyrling betonte, sei das Einhalten des Eröffnungstermins vor Beginn der Wintersaison ein zentrales Ziel gewesen, um Kontinuität für Gäste, Belegschaft und Partner zu sichern.
Einzelne Maßnahmen, die für den regulären Winterbetrieb nicht zwingend erforderlich sind, werden im Frühjahr 2027 umgesetzt. Hierzu zählen die finale Fertigstellung der Außen- und Gartenanlagen sowie verbleibende Restarbeiten und punktuelle technische Ergänzungen im Gebäude.














