Gouverneurin Kathy Hochul verstärkt ihre Bemühungen zur Regulierung des Rechenzentrumswachstums im Bundesstaat New York. Am Montag kündigte die Gouverneurin eine neue Reihe von Anforderungen bezüglich Transparenz, Sicherheit und Vorfallsberichterstattung für Entwickler und Betreiber von Rechenzentren an. Diese Maßnahmen folgen einem im Juli verhängten Moratorium für neue Rechenzentrumsentwicklungen oberhalb einer bestimmten Größe.
Entwickler und Betreiber sind nun verpflichtet, Sicherheitsvorfälle an ihren Standorten innerhalb von 72 Stunden an das neu geschaffene Office of Digital Innovation, Governance, Integrity and Trust (DIGIT) zu melden. Darüber hinaus müssen sie DIGIT vierteljährliche Berichte über potenzielle katastrophale Risiken übermitteln und der Staatsregierung alle zwei Jahre Offenlegungserklärungen zukommen lassen.
Umsetzung und Hintergrund der Maßnahmen
Alle genannten Vorschriften treten am 1. Januar in Kraft, wenn der Responsible AI Safety and Education (RAISE) Act vollständig implementiert wird, wie aus dem Büro von Gouverneurin Hochul verlautet. Hochul äußerte sich dazu in einer Stellungnahme: „Donald Trump und die Washingtoner Republikaner mögen stillstehen, während die KI unberechenbarer wird, aber New York wird es nicht tun.“ Sie betonte, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf habe zu erfahren, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um die Sicherheit ihrer Technologien zu gewährleisten, und dass diese Unternehmen zur Rechenschaft gezogen werden sollten, wenn etwas schiefläuft.
Die Gouverneurin deutete an, dass die Gesetze des Bundesstaates sich mit dem Fortschritt der Technologie ändern werden. Ihr Büro wird zudem führende Politiker auf Bundes- und internationaler Ebene dazu drängen, ähnliche Schritte zu unternehmen, während die Generalversammlung der Vereinten Nationen diese Woche in Manhattan tagt.
Moratorium und zukünftige Aussichten
Hochuls Moratorium für neue Rechenzentren, die größer als 50 Megawatt sind – welches ihre Verwaltung aus Sorge um die Knappheit natürlicher Ressourcen und die öffentliche Stromversorgung verhängt hatte – läuft voraussichtlich im Juli 2027 aus. Diese Einschränkungen sollen sicherstellen, dass das Wachstum der digitalen Infrastruktur nachhaltig und verantwortungsvoll erfolgt, insbesondere angesichts des steigenden Energiebedarfs moderner Rechenzentren.
- —Meldepflicht von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 72 Stunden an DIGIT.
- —Vielfältige Berichte über katastrophale Risiken sind quartalsweise an DIGIT zu übermitteln.
- —Alle zwei Jahre sind Offenlegungserklärungen an die Staatsregierung zu senden.
- —Das Moratorium für Rechenzentren über 50 MW läuft im Juli 2027 aus.














