Der Essener Bau- und Infrastrukturkonzern HOCHTIEF hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 seinen Wachstumskurs bei Ertragskraft, Cashflow und Auftragseingang weiter beschleunigt. Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung war eine anhaltend hohe Nachfrage in technologischen und infrastrukturellen Kernbereichen wie künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Energie einschließlich Nuklearsektor sowie Sicherheits- und Verteidigungsinfrastruktur. Der operative Konzerngewinn stieg im Berichtszeitraum bis zum 30. September gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf 752 Millionen Euro, was währungsbereinigt einem Zuwachs von 42 Prozent entspricht.
Parallel zur operativen Ertragssteigerung wies der Konzern eine ausgeprägte Cash-Generierung auf. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring belief sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 2,7 Milliarden Euro und lag damit um 686 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Der operative Netto-Cashflow vor Factoring erreichte 2,0 Milliarden Euro, was einem Plus von 637 Millionen Euro entspricht. Infolgedessen verbesserte sich das Nettofinanzvermögen im Jahresvergleich um 1,0 Milliarde Euro. Die Ratingagentur S&P honorierte diese Finanzentwicklung und hob das Kreditrating von HOCHTIEF auf das Niveau BBB mit stabilem Ausblick an.
Auftragsbestand erreicht historisches Rekordniveau
Der Auftragseingang verzeichnete in den ersten neun Monaten 2026 einen Anstieg um 33 Prozent auf 48,6 Milliarden Euro (währungsbereinigt plus 35 Prozent), was dem 1,4-Fachen der erbrachten Leistung entspricht. Rund 65 Prozent der Neuzugänge stammten aus den definierten strategischen Zukunftsfeldern. In der Folge wuchs der Gesamtauftragsbestand des Konzerns auf den Höchstwert von 90 Milliarden Euro an — eine Steigerung um 20 Milliarden Euro beziehungsweise 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das vorhandene Auftragsvolumen sichert die Auslastung rechnerisch für einen Zeitraum von etwa 24 Monaten ab.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Sparte für künstliche Intelligenz und Digitalisierung, in welcher der Auftragsbestand um mehr als 90 Prozent zulegte. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag lieferte die US-Tochtergesellschaft Turner: Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz währungsbereinigt um 24 Prozent, während das operative Vorsteuerergebnis mit 891 Millionen Euro währungsbereinigt um 47 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert schloss.
- —Errichtung von Hochleistungsrechenzentren in Europa, Nordamerika und Asien
- —Modernisierungs- und Bauarbeiten am Museum für Naturkunde in Berlin
- —Komplexe Ingenieurleistungen am Nuklearstandort Sellafield in Großbritannien sowie Designarbeiten für das Lithiumprojekt Barroso in Portugal
- —Ausbau von Energieübertragungsnetzen in Australien sowie Realisierung militärischer Testumgebungen in den USA
Anhebung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr
Juan Santamaría, Vorstandsvorsitzender von HOCHTIEF, erklärte, dass der Konzern die Chancen des weltweiten Investitionszyklus gezielt in profitables Wachstum übersetze. Dabei setze das Management weiterhin auf eine disziplinierte Projektauswahl, ein striktes Risikomanagement sowie ein ganzheitliches Angebotsspektrum über den gesamten Lebenszyklus anspruchsvoller Ingenieurprojekte hinweg.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet HOCHTIEF mit einem operativen Konzerngewinn in der Spanne von 1.025 bis 1.100 Millionen Euro. Dies entspricht einer prognostizierten Zunahme von rund 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und unterstreicht die solide Ausgangslage des Unternehmens für die kommenden Quartale.














