HOCHTIEF hat den Auftrag für den Neubau eines Sammlungs- und Forschungszentrums für das Museum für Naturkunde Berlin erhalten. Das Projekt, welches einen Umsatz von zirka 70 Millionen Euro generieren wird, umfasst die Errichtung eines dreigeschossigen Gebäudekomplexes inklusive eines Depots am zweiten Standort des Museums in Berlin-Adlershof. Das Museum für Naturkunde Berlin gilt als Deutschlands größtes Naturkundemuseum und verwaltet eine der weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Sammlungen. Der geplante Neubau ist darauf ausgelegt, etwa die Hälfte der insgesamt 30 Millionen Sammlungsobjekte aufzunehmen.
Neben den primären Depotflächen werden in dem neuen Zentrum Speziallabore, Bereiche für Digitalisierung sowie Arbeitsbereiche realisiert. Ergänzend entstehen spezielle Einrichtungen für Quarantäne und Dekontamination, um den hohen Anforderungen an die Konservierung und Erforschung der Exponate gerecht zu werden. Der Entwurf für den Zweitstandort stammt vom Generalplaner agn und integriert ein ressourceneffizientes Gebäudekonzept, das Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt.
Nachhaltigkeit und technische Expertise
Das Bauvorhaben zeichnet sich durch ein zukunftsweisendes Nachhaltigkeitskonzept aus. Dies beinhaltet die Integration von begrünten Fassaden und einem Gründach, den Einsatz von Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Verwendung von CO₂-reduzierten Baustoffen. Für dieses Projekt wird eine Zertifizierung nach BNB Silber angestrebt, was den Anspruch an ökologische Bauweise unterstreicht. Peter Hingott, Chief Executive Officer von HOCHTIEF Infrastructure, betonte, dass das neue Zentrum die spezifischen Anforderungen an Forschungs-, Labor- und Depotflächen mit einem nachhaltigen Gebäudekonzept verbindet.
HOCHTIEF bringt in dieses Vorhaben umfassende technische Kompetenz und Erfahrung aus früheren Projekten im Bereich Forschungs- und Laborbau ein. Dazu zählen Referenzen wie das Friedrich-Loeffler-Institut, BASF Schwarzheide und das Landeslabor Berlin-Brandenburg. Außerdem profitiert das Projekt von der konzernintern gebündelten internationalen Erfahrung in der Realisierung von Forschungs-, Labor- und Kultureinrichtungen. Diese Expertise soll dazu beitragen, die bedeutende wissenschaftliche Sammlung des Landes für künftige Generationen zu bewahren und zugänglich zu machen.
- —Baubeginn ist für November 2026 terminiert.
- —Die Übergabe des Projekts ist für Sommer 2029 geplant.
- —Der Auftragswert für HOCHTIEF beläuft sich auf circa 70 Millionen Euro.
Das Projekt verdeutlicht die Fähigkeit von HOCHTIEF, öffentliche Infrastrukturvorhaben mit komplexen technischen Anforderungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit erfolgreich umzusetzen. Der Neubau in Berlin-Adlershof stärkt die Forschungsinfrastruktur des Museums für Naturkunde Berlin und sichert langfristig die Bedingungen für die wissenschaftliche Arbeit und den Erhalt des Sammlungsbestandes.














