Auf dem Hamburger Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wurde zum Abschluss des dritten Quartals 2026 ein Transaktionsvolumen von circa 1,25 Milliarden Euro registriert. Dieser Wert liegt knapp sieben Prozent unter dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Die im ersten Halbjahr des Jahres zu beobachtende moderate Marktbelebung fand im dritten Quartal keine Fortsetzung.
Obwohl die Anzahl der registrierten Abschlüsse um rund 14 Prozent über dem Vorjahreswert lag, fehlten im Vergleich zu diesem insbesondere Großtransaktionen und Portfolioverkäufe. Mehrere bereits initiierte Verkaufsprozesse konnten bis dato aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und anhaltender Planungsunsicherheiten nicht zum Abschluss gebracht werden. Die gegenwärtige Marktsituation wird als anspruchsvoll bewertet, da sich die Zinsen zuletzt erneut erhöht haben.
Auswirkungen der Finanzierungskosten
Die gestiegenen Finanzierungskosten führen auch bei laufenden Transaktionsprozessen zu einer Neubewertung der Objekte und damit zu Nachverhandlungen. Dies resultiert in verlängerten Entscheidungsprozessen; einzelne Transaktionen werden infolgedessen verschoben oder gänzlich abgebrochen. Diese Entwicklung verdeutlicht die erhöhte Sensibilität des Marktes gegenüber externen Faktoren.
Für das Jahresende wird unter den bestehenden Bedingungen keine signifikante Erholung des Marktes erwartet. Das Transaktionsvolumen dürfte sich zum Jahresschluss allenfalls auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Eine „Jahresendrallye“ wird nach aktueller Einschätzung ausbleiben, was eine Fortsetzung des moderaten Marktgeschehens impliziert.
Perspektive
Der Markt verbleibt somit in einer Phase der Konsolidierung. Die Akteure beobachten die Entwicklung der Zinspolitik und der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit erhöhter Aufmerksamkeit. Die Fokussierung liegt auf der präzisen Bewertung von Objekten und der Anpassung an die veränderten Finanzierungsbedingungen, um auch in diesem Umfeld erfolgreiche Transaktionen zu realisieren.
- —Transaktionsvolumen: ca. 1,25 Mrd. € zum Ende Q3 2026.
- —Reduktion: knapp 7 % unter dem Vorjahreswert.
- —Anzahl der Abschlüsse: rund 14 % höher, jedoch ohne Großtransaktionen.
- —Prognose: Jahresvolumen voraussichtlich auf Vorjahresniveau.














