Die weltweite Beteiligungsgesellschaft H.I.G. Capital, die ein Anlagevolumen von rund 75 Milliarden US-Dollar betreut, hat über ein verbundenes Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Infrastrukturplattform L4A erworben. Die bisherigen Anteilseigner und gleichberechtigten Geschäftsführer verbleiben im Unternehmen und führen L4A auch während der anstehenden Wachstumsphase, wodurch die Kontinuität in der Unternehmensleitung und der strategischen Steuerung gewahrt bleibt.
L4A hat seinen Unternehmenssitz in der norditalienischen Provinz Bergamo, etwa 30 Kilometer von Mailand entfernt. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung kritischer Anlagen und agiert im Markt über drei spezialisierte Tochtergesellschaften: Artifoni, LSE und MPM. Das Leistungsspektrum richtet sich an etablierte Infrastrukturbetreiber sowie große Versorgungsbetriebe und umfasst integrierte Dienstleistungen von der Projektierung bis zur Realisierung.
Spezialisierte Tätigkeitsfelder und operatives Leistungsspektrum
Die operativen Schwerpunkte von L4A liegen in sensiblen Versorgungs- und Verkehrssegmenten. Durch schlüsselfertige Gesamtlösungen deckt das Unternehmen sowohl bautechnische Tiefbauarbeiten als auch maschinentechnische Installationen ab:
- —Luftseitige Infrastrukturanlagen auf Verkehrsflughäfen
- —Kommunale und industrielle Wasserinfrastruktur
- —Netzstrukturen im Bereich der Fernwärmeversorgung
Expansionspläne und künftige Marktausrichtung
Mit dem Einstieg des Investors beabsichtigt L4A, den Wachstumskurs durch organische Maßnahmen und gezielte Zukäufe zu intensivieren. Ziel der Partnerschaft ist die Festigung der bestehenden Marktstellung sowie der Vorstoß in angrenzende Segmente wie die Wasseraufbereitung, den Energiesektor und strategische Verkehrswege. Geplant ist außerdem, das Angebot um höherwertige Wertschöpfungsstufen anzureichern und die geografische Präsenz auszuweiten.
Raffaele Legnani und Giovanni Guglielmi, geschäftsführende Leiter von H.I.G. in Italien, verwiesen auf die stabilen strukturellen Nachfragetrends bei der Sanierung systemrelevanter Infrastrukturen. Sie bekräftigten die Absicht, die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens mit einer disziplinierten Übernahmestrategie zu verbinden und zugleich die bewährte Unternehmenskultur zu erhalten.
Die L4A-Geschäftsführer Roberto Paganessi und Andrea Diani bezeichneten den Einstieg als maßgeblichen Entwicklungsschritt für das Unternehmen. Die Verbindung der industriellen Ausführungskompetenz von L4A mit den Kapitalressourcen von H.I.G. ermögliche die Erschließung neuer Märkte, während das technische Fachwissen und die bestehende Belegschaft weiterhin das Fundament der Plattform bilden.














