Am Freitag, den 18. September 2026, erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Unternehmenszentrale der Thalia Bücher GmbH in Dortmund. Das Projekt, bekannt als „Thalia KulturQuartier“, entsteht rund um das ehemalige Bundesbankgebäude am Hiltropwall und soll bis Mitte 2028 fertiggestellt werden. Mit dieser Entwicklung verlagert das Unternehmen seinen Hauptstandort von Hagen in die Dortmunder Innenstadt, was den Umzug von rund 500 Mitarbeitenden mit sich bringt.
Der neue Komplex wird neben modernen Büroflächen auch eine Musterbuchhandlung, ein Bistro sowie Räumlichkeiten für Lesungen und Kulturveranstaltungen umfassen. Die feierliche Grundsteinlegung wurde in Anwesenheit des Dortmunder Oberbürgermeisters Alexander Kalouti vollzogen. Ingo Kretzschmar, Vorsitzender der Geschäftsführung von Thalia, äußerte sich zum Projektziel, ein neues Zuhause für Thalia zu schaffen und sich als integraler Bestandteil der Stadt Dortmund zu etablieren. Das Ziel sei, das neue Zentrum nicht lediglich als ein Gebäude 'in' Dortmund zu sehen, sondern als ein Haus 'aus' und 'für' Dortmund, das die Stadtgesellschaft zusammenführe und die Leseförderung unterstütze.
Umfassende Transformation und architektonische Integration
Die Realisierung des „Thalia KulturQuartiers“ beinhaltet den umfassenden Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Bundesbankgebäudes, das durch einen Anbau an der Poststraße ergänzt wird. Prägende Bestandselemente des historischen Bauwerks werden dabei erhalten und in das neue Gebäudeensemble integriert. Die Planung sieht vor, dass beide Gebäudeteile zukünftig das Thalia KulturQuartier bilden. Die Kölbl Group aus Essen, Inhaberin des denkmalgeschützten Bundesbank-Gebäudes seit 2023, verantwortet die Entwicklung. Stephan Kölbl betonte die Notwendigkeit attraktiver und lebendiger Orte in Innenstädten, die Menschen anziehen. Er hob hervor, dass an diesem historischen Standort sowohl ein architektonisch anspruchsvolles Ensemble als auch ein Impulsgeber für die Stadtgesellschaft entstehe, was er als echte Stadtentwicklung bezeichne.
Die Bauausführung des Neu- und Umbaus obliegt dem Dortmunder Bauunternehmen Freundlieb, basierend auf den Entwürfen des Hamburger Architekturbüros BAID. Im Inneren des Komplexes werden vielfältige Büro- und Arbeitsbereiche für die rund 500 Beschäftigten geschaffen. Dies umfasst nicht nur klassische Arbeitsplätze, sondern auch Flächen für Projektarbeit, Besprechungen und informellen Austausch. Die technische Infrastruktur ist für hybrides Arbeiten und die Kooperation mit den weiteren Thalia-Standorten konzipiert. Ergänzend sind begrünte Innenhöfe sowie ein Eltern-Kind-Büro vorgesehen. Ein „Buch & Bohne Bistro“ mit Mittagsangebot soll als zentraler Treffpunkt für die Mitarbeitenden dienen.
Öffnung für die Stadtgesellschaft
Ein zentraler Aspekt der neuen Unternehmenszentrale ist die Integration einer Musterbuchhandlung, in der künftig neue Sortiments- und Ladenkonzepte entwickelt und getestet werden. Teile des Thalia KulturQuartiers sind für die Öffentlichkeit zugänglich geplant. Hierfür sind Lesungen, Kulturveranstaltungen und weitere Begegnungsformate vorgesehen. Ingo Kretzschmar betonte, dass Thalia an eine Welt glaube, in der Inhalt zähle, und diese Vision auch räumlich in Dortmund sichtbar gemacht werden solle. Das Thalia KulturQuartier sei somit als ein Ort konzipiert, an dem gearbeitet wird, Menschen zusammenkommen und Bücher sowie Kultur ihren festen Platz finden.














