Der Hamburger Projektentwickler evoreal hat die Grundsteinlegung für das Bramquartier im Stadtteil Bramfeld durchgeführt. An der Zeremonie im Moosrosenweg nahmen Staatsrätin Jaqueline Charlier, Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff sowie weitere Projektpartner teil. Die Beteiligten kennzeichneten den Beginn der nächsten Bauphase durch das Versenken einer Zeitkapsel.
Auf einem Grundstück von circa 5.660 Quadratmetern entstehen fünf Punkthäuser mit insgesamt 103 Wohneinheiten. Die Bruttogeschossfläche wird rund 13.440 Quadratmeter betragen. Das Projektvolumen beläuft sich auf etwa 55 Millionen Euro. Die Baumaßnahmen haben im November 2025 begonnen; die Fertigstellung ist für Anfang 2028 terminiert.
Wohnkonzept und architektonische Merkmale
Von den 103 Wohnungen sind 81 als Eigentumswohnungen in vier Gebäuden konzipiert. Ein weiteres Gebäude beherbergt 22 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Eigentumswohnungen bieten zwei bis vier Zimmer und Wohnflächen zwischen 48 und 110 Quadratmetern. Die Kaufpreise beginnen bei 380.000 Euro, entsprechend 6.900 Euro pro Quadratmeter. Susanne Gräff, Geschäftsführerin von evoreal, äußerte, dass mit dem Vorhaben ein Quartier geschaffen werde, das architektonische Qualität und zeitgemäßes Wohnen vereine. Sie hob hervor, dass das Projekt darauf abziele, Orte zu entwickeln, an denen sich Menschen langfristig zuhause fühlen. Gräff ergänzte, dass das Interesse am Projekt diese Ausrichtung bestätige, da bereits rund 50 Prozent der Wohnungen verkauft oder reserviert seien.
Der Entwurf für das Bramquartier stammt von KPW Papay Warncke Vagt Architekten aus Hamburg. Die sechs- bis siebengeschossigen Punkthäuser werden individuelle Klinkerfassaden in verschiedenen Farbtönen aufweisen. Versetzt angeordnete Balkone, Dachterrassen und private Gärten ergänzen die Wohneinheiten. Zwischen den Gebäuden sind begrünte Höfe und Wege vorgesehen. Ein öffentlicher Quartierspark mit Aufenthalts- und Spielflächen bildet das Zentrum der Freiraumplanung. Finn Warncke, Partner und Architekt bei KPW Papay Warncke Vagt Architekten, stellte dar, dass die fünf Punkthäuser als eigenständige Gebäude konzipiert seien, die gleichzeitig ein zusammenhängendes Ensemble bildeten. Er führte aus, dass unterschiedliche Klinkerfassaden, die Staffelung der Baukörper und die versetzt angeordneten Balkone den Häusern eine eigene Identität verliehen, während die begrünten Zwischenräume und der Quartierspark sie zu einem gemeinsamen Wohnumfeld verknüpften.
Nachhaltigkeit und Infrastruktur
Die Gebäude werden nach dem energieeffizienten EH-40-Standard errichtet und über Fernwärme versorgt. Eine gemeinsame Tiefgarage bietet 78 Pkw-Stellplätze, einschließlich E-Ladeplätzen. Zusätzlich werden 244 Fahrradstellplätze, darunter auch für E-Bikes und Lastenräder, zur Verfügung stehen.
Jacqueline Charlier, Staatsrätin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, erklärte, dass in Bramfeld rund um den Moosrosenweg in den kommenden Jahren ein lebendiges und durchmischtes Quartier mit über 1.100 neuen Wohnungen, einschließlich öffentlich gefördertem Wohnraum, guter Infrastruktur und attraktiven Grünräumen entstehe. Sie bezeichnete dies als eines der bedeutendsten Wohnungsbauvorhaben im Bezirk Wandsbek und betonte, dass das Bramquartier mit 103 neuen Wohnungen einen wichtigen Baustein für die städtebauliche Entwicklung rund um die Magistrale Bramfelder Chaussee darstelle.
Das Bramquartier ist Teil einer größeren Quartiersentwicklung im Umfeld der Otto-Zentrale. Nördlich schließt das Moosrosenquartier der SAGA Unternehmensgruppe an. Zusammen entstehen im Bramquartier und im benachbarten Moosrosenquartier mehr als 1.100 neue Wohneinheiten. Diese Projekte sind in die städtebauliche Entwicklung Bramfelds eingebettet, die unter anderem durch den Ausbau der U5 und weitere neue Wohnquartiere geprägt wird. Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter Wandsbek, führte aus, dass mit dem Bramquartier ein zukunftsweisendes Wohnprojekt geschaffen werde, das den Stadtteil Bramfeld nachhaltig stärke. Er wies darauf hin, dass die Verbindung von hochwertigem Wohnraum, sozialer Durchmischung und attraktiven Freiflächen ein lebendiges Quartier schaffe, das den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werde und neue Maßstäbe für modernes, bezahlbares und klimaschutzorientiertes Wohnen im Bezirk setze.














