In Neuenkirchen in Niedersachsen nimmt eines der gegenwärtig größten Batteriespeicherprojekte der Bundesrepublik konkrete Formen an. Für das Vorhaben unter dem Projektnamen Albatross wurde nun eine Projektfinanzierung über 260 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Entwickelt wird die Industrieanlage von dem niederländischen Spezialisten GIGA Storage, während der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Co., Limited (CATL) als zentraler Technologiepartner fungiert.
Die geplante Infrastruktur verfügt über eine Leistung von 350 Megawatt sowie eine Speicherkapazität von 1.400 Megawattstunden. In seiner Funktion als technologischer Partner übernimmt CATL neben der detaillierten Planung auch die Errichtung und die künftige Wartung der stationären Batteriespeicheranlage. Die Dimensionierung des Projekts zielt darauf ab, künftig spürbar zur Stabilisierung des deutschen Übertragungsnetzes beizutragen und die Einspeisung erneuerbarer Energien abzusichern.
Internationales Bankenkonsortium stellt Kapital bereit
Das Erreichen dieses Meilensteins stützt sich auf ein international besetztes Konsortium aus renommierten Finanzinstituten. Die Gesamtsumme von 260 Millionen Euro wird gemeinschaftlich von der ABN AMRO, der Hamburg Commercial Bank, ING, Rabobank, Siemens Bank, SMBC und der Société Générale bereitgestellt. Mit diesem institutionellen Fundament kann die bauliche Umsetzung des Großspeichers in die nächste Phase übergehen.
Für GIGA Storage reiht sich der niedersächsische Standort in eine internationale Pipeline ein. Das niederländische Unternehmen konzentriert sich auf Entwicklung, Umsetzung und Betrieb großskaliger Batteriespeichersysteme in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, um die Flexibilität der europäischen Stromnetze auszubauen. Insgesamt umfasst das aktuelle Projektportfolio des Entwicklers über die drei Staaten hinweg ein Volumen von rund 1,4 Gigawatt.
CATL wiederum festigt mit dem Engagement seine Präsenz auf dem europäischen Infrastrukturmarkt. Das 2011 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Ningde zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge und stationäre Energiespeichersysteme. In Deutschland unterhält der Konzern bereits ein eigenes Batteriewerk im thüringischen Arnstadt und investiert fortlaufend in innovative Batterietechnologien.
Langjährige juristische Begleitung
Bei der rechtlichen Strukturierung und Realisierung des Großprojekts wurde CATL durch die Wirtschaftskanzlei ADVANT Beiten beraten. Die Kanzlei begleitet den Technologiekonzern unter Führung des Lead Partners Dr. Christian von Wistinghausen bereits seit dessen Markteintritt in der Bundesrepublik im Jahr 2018 in diversen Rechtsgebieten und unterstreicht damit ihre Spezialisierung bei energiebezogenen Großvorhaben.













