GROPYUS und die INP-Gruppe realisieren ein Wohn- und Gewerbegebäude im Hamburger Wilhelmsburger Rathausviertel. Das Projekt umfasst 52 Wohneinheiten und wurde im Rahmen eines Auslobungsverfahrens der IBA Hamburg, der städtischen Entwicklungsgesellschaft, auf dem Baufeld 17 des Quartiers gewonnen. GROPYUS fungiert hierbei als Generalübernehmer. Das Bauvorhaben ist für GROPYUS zugleich der Markteintritt in Hamburg und ein weiterer Schritt in der Expansion innerhalb der DACH-Region.
Das geplante Gebäude wird drei Teile umfassen, die sich über fünf bis sieben Vollgeschosse erstrecken. Die Bruttogeschossfläche beträgt etwa 5.850 Quadratmeter. Das Wohnraumangebot ist diversifiziert und berücksichtigt verschiedene Lebenssituationen. Es sind Familienwohnungen, barrierefreie Wohnungen, Studierendenwohnungen und Seniorenwohnungen vorgesehen. Ergänzt wird dies durch eine Wohngruppe für Jugendliche, die eine pädagogische Betreuung beinhaltet.
Innovative Bauweise und Hamburg-Standard
GROPYUS demonstriert bei diesem Projekt die Flexibilität seines modularen Bausystems, welches die Realisierung einer nicht rechtwinkligen Gebäudegeometrie ermöglicht. Dies dient der Maximierung der Grundstückseffizienz eines komplexen innerstädtischen Areals. Der Bauherr INP sieht in der Zusammenarbeit und der innovativen Holzrahmenbauweise eine Chance, nachhaltigen, hochwertigen und gleichzeitig wirtschaftlichen Wohnungsbau neu zu denken.
Das Wilhelmsburger Rathausviertel gilt als erstes Modellquartier für den sogenannten „Hamburg-Standard“. Dieser Standard zielt darauf ab, die Baukosten im Wohnungsneubau zu reduzieren, unter Beibehaltung von Qualität und Nachhaltigkeit. Dies soll durch angepasste Baustandards, gezielte Materialentscheidungen und effizientere Prozesse erreicht werden. Das GROPYUS-Modell, welches von Anfang an auf diese Anforderungen hin entwickelt wurde und den Werkstoff Holz nutzt, erfüllt diese Kriterien. Jan Bartels, Chief Operating Officer von GROPYUS, weist darauf hin, dass der Ansatz des Unternehmens für kosteneffizienten Wohnraum und industrielle Holzbauweise stehe und auch komplexe Grundstücke effizient erschließe. Der Hamburg-Standard sei daher gut mit dem Anspruch vereinbar, wirtschaftlich attraktive Unikate in Serie zu realisieren.
Nachhaltigkeit und Mobilität
Die Holzbauweise des Gebäudes trägt zur Reduzierung der gebäudebezogenen CO₂-Emissionen bei. Ergänzend sind Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlagen und Regenwassernutzung geplant. Die Errichtung erfolgt im Effizienzhaus-40-Standard, um den Energiebedarf sowie den Ressourcenverbrauch zu minimieren und die Betriebskosten für Mieter und Eigentümer zu senken. Das Projekt, das in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Wilhelmsburger Rathauses liegt, wird zudem durch ein Mobilitätskonzept mit über 140 Fahrradstellplätzen ergänzt. Die Eröffnung des Gebäudes zur Nachbarschaft erfolgt durch Café- und Gewerbeflächen im Erdgeschoss, welche den Quartiersrand beleben sollen. Der Baustart ist für das Jahr 2027 vorgesehen.














