Die GROPYUS GmbH und die Strenger-Gruppe haben eine Innovationspartnerschaft begründet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stellt GROPYUS erstmals die Elemente seines Bausystems als eigenständiges Produkt dem Markt zur Verfügung. Das erste gemeinsame Projekt umfasst die Lieferung von großformatigen, hochgradig vorgefertigten Bauelementen in Holzbauweise für ein Bauvorhaben in München-Lochhausen. Dieses Projekt, das in mehreren Bauabschnitten realisiert wird, beinhaltet 90 Reihen- und Doppelhäuser.
Für das Vorhaben in München-Lochhausen kommt die neueste Generation der Baustolz-Häuser der Strenger-Gruppe zum Einsatz. Diese Bauweise verbindet nach Unternehmensangaben bezahlbaren Wohnraum mit architektonischer Qualität und nachhaltigen Lösungen. Die neue Generation der Baustolz-Häuser wird als Hybridkonstruktion konzipiert, welche einen massiven Gebäudekern mit einer Gebäudehülle in Holzbauweise kombiniert. Die ersten Gebäude sollen nach Planung bis Ende 2026 fertiggestellt sein.
Die von GROPYUS gelieferten montagefertigen Bauelemente stammen aus einer automatisierten Serienfertigung, die durch eine durchgängig digitale Planung charakterisiert ist. Mit diesem Verfahren realisiert GROPYUS auch eigene Gebäude als Generalübernehmer. Der erhöhte Vorfertigungsgrad der Elemente ermöglicht schnellere Bauzeiten und eine verbesserte Kostenkalkulation bei gleichbleibender Qualität, selbst bei kurzen Vorlaufzeiten. Dieses Angebot richtet sich an Projektentwickler und Bauträger, die Wohnraum effizienter und planbarer realisieren möchten. Die Bauelemente sind für Gebäude mit bis zu drei Geschossen geeignet, sowohl im reinen Holzbau als auch in hybriden Konstruktionen.
Potenziale der Zusammenarbeit
Jan Bartels, COO von GROPYUS, äußerte, dass das Bausystem nun geöffnet werde und die Komponenten, die zuvor nur in eigenen Gebäuden zum Einsatz kamen, ab sofort auch in Bauprodukten anderer Partner enthalten seien. Er betonte, dass die Partnerschaft mit der Strenger-Gruppe die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bausystems bestätige. Laut Bartels bringt GROPYUS mit KI-gestützter Planung, datengetriebenen Prozessen und einer modernen, robotikgestützten Fertigung Spitzentechnologie in einen Sektor, der lange Zeit geringe Innovationssprünge aufwies. Digitale Planung und serielle Vorfertigung schaffen hierbei die Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Neubau über verschiedene Gebäudetypen und Assetklassen hinweg. Das Münchner Projekt stelle einen vielversprechenden Auftakt für weitere gemeinsame Vorhaben dar.
Dr. Daniel Hannemann, CEO der Strenger-Gruppe, unterstrich die Notwendigkeit, das Bauen wieder bezahlbarer zu gestalten. Er sieht in einem höheren Grad an Serienfertigung einen wesentlichen Hebel dafür und betonte, dass diese Bauweise entscheidet, ob architektonische und nachhaltige Qualität dabei erhalten bleiben. Mit GROPYUS vereine man die eigene Erfahrung in der Entwicklung und im seriellen Wohnungsbau mit einer hochautomatisierten Fertigung. Solche Partnerschaften seien erforderlich, um die Bauwirtschaft substanziell weiterzuentwickeln.














