Die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG und GROPYUS haben eine gemeinsame Projektpartnerschaft für ein Neubauvorhaben in Köln-Merkenich begründet. Auf dem rund 6.208 m² großen Grundstück am Höfenweg 46-76 ist die Errichtung von 96 Wohneinheiten vorgesehen. Das Projekt zeichnet sich durch die erstmalige Anwendung der seriellen Holzbauweise aus automatisierter Fertigung in Köln aus, was es zum bislang größten Holzbauvorhaben der Stadt macht.
Für die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG markiert dieses Vorhaben den Eintritt in ein alternatives Bausystem. Dieses System ist darauf ausgelegt, verkürzte Bauzeiten mit einer hohen Ausführungsqualität sowie ökologischer Nachhaltigkeit zu verbinden. Von den 96 geplanten Wohnungen, die sich auf sechs moderne Mehrfamilienhäuser verteilen, werden 30 Einheiten öffentlich gefördert realisiert.
Innovation und Effizienz im Holzbau
GROPYUS entwickelt und fertigt schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise. Der Prozess ist von der Planung über die robotergestützte Vorfertigung bis zur Montage vor Ort durchgängig digitalisiert und aus einer Hand organisiert. Für die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG stellt diese Kooperation eine Neuerung dar, da das Projekt vollständig in Holzbauweise mit seriell gefertigten Wand- und Deckenelementen umgesetzt wird. GROPYUS zufolge kann diese Methode die Bauzeit um bis zu 50 Prozent reduzieren und gleichzeitig die energetische sowie ökologische Qualität der Gebäude steigern.
Christoph Moossen, Vorstandsvorsitzender der Kölner Wohnungsgenossenschaft eG, äußerte sich, dass mit GROPYUS bewusst neue Wege in der Bauweise beschritten werden. Er führte aus, dass der Holzbau die Möglichkeit biete, schneller, ressourcenschonender und dennoch zuverlässig guten, bezahlbaren Wohnraum für die Mitglieder zu schaffen. Moossen betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft als wesentlichen Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Bauprogramms der Genossenschaft.
Projektverantwortung und Zeitplan
Für GROPYUS stellt das Projekt einen wichtigen Schritt im Ausbau der Aktivitäten in der Kölner Region dar. Das Unternehmen verantwortet sämtliche Leistungsphasen des Bauvorhabens end-to-end, von der Planung über die Fertigung bis zur Übergabe. Dies soll klar definierte Zuständigkeiten und eine hohe Transparenz über den gesamten Projektverlauf gewährleisten.
Philipp Erler, CEO von GROPYUS, hob die Freude über die Zusammenarbeit und das gemeinsame Projekt hervor. Er bemerkte, dass das Vertrauen in die Bauweise von GROPYUS und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, die Basis für erfolgreiche Partnerschaften bilden. Insbesondere in Ballungsräumen wie Köln sei Innovationsmut erforderlich, um dringend benötigten Wohnraum schneller, kosteneffizienter und nachhaltiger zu realisieren. Erler schloss mit dem Hinweis, dass die Kölner Wohnungsgenossenschaft ein starker und zukunftsorientierter Auftraggeber sei.
Der geplante Baubeginn für das Vorhaben ist für das zweite Quartal 2027 avisiert. Eine Fertigstellung wird für Ende 2028 erwartet.













