GridPoint, ein auf Gewerbeimmobilien spezialisierter Anbieter für Energiedatenmanagement, hat die Rückkehr seines Mitgründers Adrian De Luca als Chief Executive Officer bekannt gegeben. De Luca soll die Einführung eines neuen Geschäftsfelds für dezentrale Batteriespeicher leiten. Das Unternehmen beabsichtigt, seine Plattform von mehr als 20.000 Gewerbestandorten in den Vereinigten Staaten mit Batteriespeichern vor Ort auszustatten. Angestrebt wird eine kumulierte Speicherkapazität von zwei Gigawatt, was dem Leistungsvermögen des Hoover-Staudamms entspricht.
De Luca wechselt von der globalen Infrastruktur-Investmentgesellschaft I Squared Capital, die ein Vermögen von 60 Milliarden Dollar verwaltet und bei der er als Principal tätig war. Vor seiner Rückkehr begleitete er GridPoint bereits über viele Jahre als Investor und Board Adviser. De Luca verwies darauf, dass das Unternehmen seit seiner Gründung Ende 2003 darauf ausgerichtet sei, Filialisten durch Technologie zu messbaren Einsparungen bei den Energiekosten sowie zu operativer Effizienz über unterschiedliche Märkte und Betriebsmodelle hinweg zu verhelfen.
Steigender Strombedarf treibt Betriebskosten im Gewerbesektor
Die Neuausrichtung fällt in eine Phase, in der der Strombedarf in den USA neue Höchststände erreicht. Laut einem Bericht der U.S. Energy Information Administration vom Juli 2026 treiben vor allem Rechenzentren sowie moderne Fertigungsanlagen den nationalen Stromverbrauch für 2026 und 2027 an. Diese Entwicklung belastet die Betreiber von Restaurantketten, Apotheken und Einzelhandelsflächen spürbar: Nach Angaben von GridPoint sind die gewerblichen Stromtarife an den betreuten Liegenschaften in den vergangenen fünf Jahren um 42 Prozent gestiegen.
De Luca erläuterte, dass die Marktbedingungen nun den passenden Zeitpunkt für den Einstieg in die Speichertechnologie böten. Vor rund 18 Monaten habe sich das Marktumfeld grundlegend gewandelt. Ähnlich wie zuvor in der Photovoltaik seien die Gestehungskosten für Batterien deutlich gesunken. Zudem sorge die verbesserte steuerliche Strukturierung über den Investment Tax Credit, insbesondere durch dessen Übertragbarkeit, für verlässlichere Rahmenbedingungen bei der Projektfinanzierung.
Rollout über schlüsselfertige Abonnementmodelle
Der Vertrieb der Speicherlösungen erfolgt analog zum bestehenden Softwareangebot des Unternehmens im Rahmen eines monatlichen Abonnements. Kunden erhalten Hardware, Montage und das Energiemanagement als schlüsselfertiges Gesamtpaket gegen eine laufende Gebühr. Die erzielten Stromeinsparungen sollen die monatlichen Kosten vom ersten Betriebstag an übertreffen und somit unmittelbare finanzielle Vorteile für die gewerblichen Nutzer generieren.














