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Greyfield Stiftung und Universität St. Gallen entwickeln Weiterbildungsprogramm für die Immobilienbranche weiter

Die Greyfield Stiftung und die Universität St. Gallen bauen ihre gemeinsame Masterclass zum offiziellen Certificate of Advanced Studies (CAS) aus, um Führungskräfte auf die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft vorzubereiten.

KI-generiertGreyfield Stiftung und Universität St. Gallen entwickeln Weiterbildungsprogramm für die Immobilienbranche weiter – KI-generiertes Symbolbild
Greyfield Stiftung und Universität St. Gallen entwickeln Weiterbildungsprogramm für die Immobilienbranche weiter. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die von der gemeinnützigen Greyfield Stiftung in Kooperation mit der Universität St. Gallen (HSG) initiierte Masterclass „Change the Real Estate Industry“ wird zu einem offiziellen Certificate of Advanced Studies (CAS) weiterentwickelt. Diese Umgestaltung hebt das Engagement beider Institutionen zur Förderung der Transformation in der Bau- und Immobilienwirtschaft auf eine neue Ebene. Aus einem ursprünglich kompakten Weiterbildungsformat für Führungskräfte entsteht somit ein umfassendes, berufsbegleitendes Hochschulprogramm. Die Premiere der Masterclass fand bereits 2025 statt, die zweite Durchführung ist für Oktober 2026 geplant. Der erste Jahrgang des neuen CAS-Programms wird im Herbst 2027 starten.

Sarah Dungs, Vorstand der Greyfield Stiftung, hob die Bedeutung dieser Entwicklung hervor. Sie erklärte, die Weiterentwicklung zum CAS stelle einen großen Erfolg dar und bestätige den gewählten Ansatz. Ziel sei es gewesen, Führungskräfte zu befähigen, Transformation nicht lediglich zu verstehen, sondern diese aktiv in ihren Unternehmen umzusetzen. Die Etablierung eines dauerhaften Hochschulprogramms unterstreiche den erheblichen Bedarf in der Branche an solchen Qualifikationen.

Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft erfordert neue Führungskompetenzen

Das Programm basiert auf der Erkenntnis, dass die Bau- und Immobilienwirtschaft tiefgreifenden Veränderungen gegenübersteht. Faktoren wie Dekarbonisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, neue Wertschöpfungsmodelle, erhöhte regulatorische Anforderungen und volatile Märkte beeinflussen nicht nur Geschäftsmodelle. Sie stellen zudem neue Anforderungen an Führungspositionen. Das künftige CAS-Programm fokussiert sich daher auf die Frage, wie Führungskräfte in einem zunehmend komplexen Umfeld Orientierung finden und tragfähige Entscheidungen treffen können, wenn eindeutige Antworten fehlen.

Das Weiterbildungsprogramm beschränkt sich nicht auf reine Wissensvermittlung. Es verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse der Universität St. Gallen mit konkreten Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis. Weiterhin integriert es persönliche Führungsentwicklung, Peer-Coaching und den Austausch mit erfahrenen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie sowie weiteren Sektoren. Dr. Christoph Mund, Programmleiter Change & Innovation an der Universität St. Gallen, betonte, Transformation entscheide sich maßgeblich an der Fähigkeit von Verantwortlichen, unter Unsicherheit zu entscheiden, Organisationen in diesen Prozess einzubinden und Veränderungen konsequent zu implementieren. Exakt diese Fähigkeiten sollen im Rahmen des Programms vermittelt werden.

Das geplante CAS-Programm, dessen Start für Herbst 2027 vorgesehen ist, wird in deutscher Sprache durchgeführt. Es trägt den Titel „Leading the Real Estate Industry“ und umfasst drei Präsenzmodule in St. Gallen und München. Zusätzlich zu modulbezogenen Leistungsnachweisen bearbeiten die Teilnehmenden ein unternehmensbezogenes Transferprojekt, welches zum Abschluss präsentiert und gemeinsam mit Dozierenden sowie weiteren Teilnehmenden reflektiert wird.

Struktur und Zielsetzung des CAS-Programms

Das CAS-Programm ist in drei Module gegliedert und wird von einer Learning Journey mit Peer-Coaching und individuellem Sparring begleitet. Teilnehmende können reale Herausforderungen und Transformationsvorhaben aus ihrem eigenen Unternehmenskontext einbringen und diese über die gesamte Programmlaufzeit bearbeiten, um Weiterbildung direkt mit praktischer Umsetzung im Unternehmen zu verbinden.

  • Modul 1: Fokus auf die eigene Führungspersönlichkeit, zur Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Orientierungsvermittlung und Steigerung der persönlichen Wirksamkeit.
  • Modul 2: Betrachtung von Teams und Organisationen, mit Themen wie Psychologie der Veränderung, Unternehmenskultur und Umsetzung strategischer Transformation.
  • Modul 3: Zukunft der Bau- und Immobilienwirtschaft, behandelt Dekarbonisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, neue Wertschöpfungsmodelle, Szenario-Planung und Innovation.

Eine Besonderheit des Konzepts stellt der Aufbau eines geschützten Wissenssystems mit einem KI-basierten Coach dar. Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Programm sollen gebündelt und den Teilnehmenden für konkrete Fragestellungen im Führungsalltag zugänglich gemacht werden. Dadurch soll eine lernende Community über den Studienabschluss hinaus entstehen.

Prof. Dr. Roland Füss, Professor für Real Estate Finance an der Universität St. Gallen, führte aus, dass die Bau- und Immobilienwirtschaft über enormes Fachwissen verfüge. Die zentrale Frage sei, wie daraus Veränderung generiert wird. Er betonte, dass kein klassischer Weiterbildungskurs angestrebt werde, bei dem Wissen vermittelt und abgefragt wird. Entscheidend sei, welche konkreten Veränderungen die Teilnehmenden in ihren Unternehmen bewirken. Dieser Transfergedanke sei bereits Kern der Masterclass gewesen und werde im CAS-Programm konsequent fortgeführt. Für die Greyfield Stiftung ist der CAS ein integraler Bestandteil ihres umfassenderen Engagements für die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft, mit dem Ziel, Wissenstransfer zu initiieren und Akteure zusammenzubringen, um Veränderungen branchenweit zu verankern.

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