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Projektentwicklung··3 min

Goodman Rechenzentrum FRA02 integriert Abwärmenutzung in Neu-Isenburg

Goodmans geplantes Rechenzentrum FRA02 in Neu-Isenburg soll bis zu 50 MW thermische Energie zur Einspeisung in das lokale Fernwärmenetz zurückgewinnen.

KI-generiertGoodman Rechenzentrum FRA02 integriert Abwärmenutzung in Neu-Isenburg – KI-generiertes Symbolbild
Goodman Rechenzentrum FRA02 integriert Abwärmenutzung in Neu-Isenburg. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Stadt Neu-Isenburg, die Stadtwerke Neu-Isenburg (SWNI) und der Projektentwickler Goodman haben einen Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag für das geplante Rechenzentrum FRA02 unterzeichnet. Diese Vereinbarung sieht vor, dass das Rechenzentrum künftig einen substanziellen Beitrag zur nachhaltigen Wärmeversorgung der Kommune leistet. Das Vorhaben ist das erste seiner Art in Neu-Isenburg, bei dem Abwärme aus einem Rechenzentrum genutzt wird.

Nach seiner Inbetriebnahme ist FRA02 darauf ausgelegt, bis zu 50 MW thermische Leistung zurückzugewinnen. Diese Energie soll in das von den SWNI errichtete und betriebene Fernwärmenetz eingespeist werden. Dadurch werden über 600 Gebäude, darunter Ein- und Mehrfamilienhäuser, gewerbliche Betriebe sowie öffentliche Einrichtungen im Gewerbegebiet Süd, im Wohngebiet Neue Welt und im Waldschwimmbad, mit vor Ort erzeugter Wärme versorgt. Das Projekt unterstützt die Dekarbonisierungsstrategie der Stadt.

Fortschritt und Ausbau der Infrastruktur

Der jüngst unterzeichnete Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag, der zwei Jahre nach dem ursprünglichen Abschluss und nach vierjähriger Zusammenarbeit erfolgte, bildet die Grundlage für eine mögliche Erweiterung des Projekts. Des Weiteren schafft er die Basis für einen Infrastrukturvertrag zwischen Goodman und den SWNI, der die spezifischen Modalitäten der Wärmeeinspeisung aus FRA02 in das Fernwärmenetz regeln wird. Die zugrundeliegenden Vereinbarungen basieren auf den gestalterischen und ökologischen Verpflichtungen, die bereits im städtebaulichen Vertrag von 2024 verankert wurden, und ermöglichen eine weitere Entwicklung des Campus.

Der Projektfortschritt für FRA02 ist planmäßig. Die erforderlichen Baugenehmigungen sowie die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) liegen vor. Die Arbeiten am Umspannwerk sollen, wie vorgesehen, im Jahr 2026 abgeschlossen werden, während die Gesamtfertigstellung des Projekts dem Zeitplan entspricht. Goodman stellt das Grundstück für die geplante Energiezentrale der SWNI bereit, deren Baubeginn für das Jahr 2028 avisiert ist. Goodman investiert zudem in die technische Ausrüstung am Standort FRA02, die für den Anschluss an das Fernwärmenetz erforderlich ist.

Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung

Christof Prange, Country Manager Deutschland bei Goodman, äußerte, dass die zukünftige Versorgung von Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mit Abwärme aus FRA02 einen langfristigen Nutzen für Neu-Isenburg darstellt. Er betonte, dass diese Entwicklung das Resultat der engen Zusammenarbeit zwischen Goodman, der Stadt und den SWNI in den vergangenen vier Jahren sei. Dabei seien alle technischen, planerischen und wirtschaftlichen Aspekte geklärt und das Vorhaben in konkrete Infrastruktur überführt worden. Das Rechenzentrum werde so das digitale Wachstum der Stadt unterstützen und gleichzeitig ein integraler Bestandteil der Wärmeversorgung. Prange hob hervor, dass Goodman darauf abzielt, für die Kommunen, in die investiert wird, dauerhaft Mehrwert zu schaffen.

Dirk Gene Hagelstein, Bürgermeister von Neu-Isenburg, hob hervor, dass die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung für Neu-Isenburg hohe Priorität genießt und FRA02 hierzu einen wesentlichen Beitrag leistet. Er führte an, dass die Vereinbarung den SWNI ermögliche, das Abwärmeprojekt voranzutreiben und auf den Nachhaltigkeitsmaßnahmen Goodmans aufzubauen. Diese Maßnahmen umfassen einen geschlossenen Kühlkreislauf zur Begrenzung des Trinkwassereinsatzes, Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie begrünte Fassaden. Gemeinsam werde ein ehemals brachliegender Industriestandort reaktiviert, das Wärmenetz modernisiert und die Vorteile der digitalen Infrastruktur lokal nutzbar gemacht.

Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, betonte, dass FRA02 dem Fernwärmenetz zukünftig wertvolle Abwärme liefern und bei der Erreichung der Dekarbonisierungsziele unterstützen werde. Er hob die Bedeutung starker, langfristiger Partnerschaften für solche Projekte hervor und verwies auf die enge Kooperation zwischen Goodman und den SWNI zur Bewältigung technischer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Dies habe den Grundstein für ein Projekt gelegt, das den Bürgern Neu-Isenburgs dauerhaft zugutekommt. Prange ergänzte, dass Rechenzentren eine essenzielle Infrastruktur für digitale Dienste darstellen und solche Projekte partnerschaftlich umgesetzt werden müssen, um Kommunen langfristig Mehrwert zu bieten.

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