Die Goldbeck Services GmbH, ein Geschäftsbereich des europaweit agierenden Bau- und Dienstleistungsunternehmens Goldbeck, hat im Geschäftsjahr 2025/26 eine konsolidierte Gesamtleistung von 448,7 Millionen Euro erzielt. Dies stellt ein Wachstum von rund 83,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr dar und unterstreicht die fortgesetzte Expansion des Unternehmens im Markt für integrierte, gebäudenahe Immobiliendienstleistungen.
Dr. Andreas Iding, Geschäftsführer der Goldbeck Services GmbH, hob hervor, dass die Nachfrage nach integrierten Immobiliendienstleistungen im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin gestiegen sei. Dies spiegele sich sowohl in der positiven Geschäftsentwicklung als auch im Vertrauen der Kunden und der zunehmenden Bedeutung ganzheitlicher Lösungen aus einer Hand wider. Für private und öffentliche Bestandshalter würden somit werthaltige Immobilien geschaffen, welche ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden.
Die kontinuierlich wachsenden Anforderungen an Immobilien resultieren laut Dr. Iding aus wirtschaftlichen Unsicherheiten, geopolitischen Spannungen, volatilen regulatorischen Rahmenbedingungen und sich ändernden Nutzerbedürfnissen. Diese Faktoren führten zu einem anspruchsvollen Marktumfeld für Immobilienbestandshalter. Resilienz, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit avancierten zu entscheidenden Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg, die Wertstabilität und die Zukunftsfähigkeit von Immobilien. Diesen Herausforderungen begegne man mit kundenorientierten Dienstleistungen entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus.
Wesentliche Wachstumsträger im Überblick
Die Goldbeck Facility Services GmbH erreichte eine Gesamtleistung von 133,1 Millionen Euro, was einer Steigerung von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung wurde durch erweiterte Mandate von Bestandskunden sowie durch zahlreiche Neuaufträge und die Gewinnung von Neukunden unterstützt. Die Marktposition konnte über diverse Assetklassen hinweg, von Bürogebäuden über Produktions- und Logistikimmobilien bis zu öffentlichen Gebäuden, ausgebaut werden. Parallel dazu wurde die regionale Präsenz in Deutschland von sechs auf elf Niederlassungen erweitert, wobei der Drittmarkt neben dem Neubaugeschäft an Bedeutung gewann. Impulse kamen auch aus dem Geschäftsbereich Solar & Energy, einschließlich eines Großauftrags aus einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung.
Im Bereich der öffentlichen Partnerschaften verzeichnete die Goldbeck Public Partner GmbH eine Gesamtleistung von 162,7 Millionen Euro. Ein wesentlicher Faktor hierbei war die Fertigstellung von vier großen Schulbauprojekten. Das Unternehmen begleitet öffentliche Auftraggeber im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) von der Planung über den Bau bis zum langfristigen Betrieb für bis zu 30 Jahre. Zu den fertiggestellten Projekten zählen das DGNB-Platin-zertifizierte Gymnasium in Röhrmoos für rund 900 Schüler sowie ein Schulcampus in Nürnberg für etwa 1.100 Schüler im Passivhausstandard. Für beide Standorte übernimmt Goldbeck Public Partner den Betrieb über 25 Jahre. Die Nachfrage nach ÖPP erweitert sich zudem auf weitere Bereiche der öffentlichen Infrastruktur, darunter Verwaltungs-, Sicherheits- und Rettungsgebäude.
Die Goldbeck Parking Services GmbH steigerte ihre Gesamtleistung um 12,3 Prozent auf 65,7 Millionen Euro. Das Wachstum wurde durch neue Bewirtschaftungsmandate, darunter an großen Verkehrsknotenpunkten wie den Mitteldeutschen Flughäfen, sowie durch die Nachfrage nach Instandhaltungs- und Revitalisierungsleistungen für Parkimmobilien getragen. Ein Beispiel für den integrierten Ansatz ist das Parkhaus am Dreiland-Klinikum in Lörrach, welches im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit rund 900 Stellplätzen realisiert und anschließend für 25 Jahre betrieben wird.
Strategische Bedeutung von ÖPP-Modellen
Dr. Andreas Iding betonte ferner, dass viele Kommunen mit der Herausforderung konfrontiert seien, einen hohen Investitionsbedarf mit den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Termintreue in Einklang zu bringen. Gleichzeitig wachse der Anspruch, öffentliche Infrastruktur langfristig verlässlich und nachhaltig zu betreiben. Dies führe dazu, dass öffentlich-private Partnerschaften zunehmend in den Fokus rücken. Immer mehr öffentliche Auftraggeber würden die Vorteile eines lebenszyklusorientierten Ansatzes erkennen, der Planung, Bau und Betrieb zusammenführt und dadurch ein hohes Maß an Kosten- und Funktionssicherheit gewährleistet.














