Die Modernisierung von Gebäudebeständen stellt im Bereich der digitalen Infrastruktur oft eine Herausforderung dar. Gira hat auf diese Anforderung reagiert und mit dem neuen 2-Draht-Umsetzer IP eine Lösung entwickelt, die eine Umrüstung bestehender 2-Draht-Türkommunikationsanlagen auf IP-Technologie ermöglicht, ohne dass eine Neuverlegung von Leitungen erforderlich ist. Dieses System nutzt die bereits vorhandene Verkabelung sowohl für die Datenübertragung als auch für die PoE-Spannungsversorgung. Dadurch reduziert sich der bauliche Aufwand erheblich, was insbesondere bei der Nachrüstung in genutzten Bestandsgebäuden von Bedeutung ist.
Die Schaffung neuer Leitungswege im Bestand ist typischerweise mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden. Dies umfasst das Öffnen von Wänden, die anschließende Wiederherstellung von Oberflächen und die Koordination von Arbeiten in bewohnten oder betriebenen Bereichen, was sowohl zeit- als auch kostenintensiv ist. Der Gira 2-Draht-Umsetzer IP integriert die bestehende 2-Draht-Leitungsstruktur in das neue System. Dies ermöglicht den Übergang zu einer IP-basierten Türkommunikation, ohne eine vollständige Neuinstallation der Infrastruktur. Die Produkte sind seit Kurzem verfügbar.
Wirtschaftliche Modernisierung und Planungssicherheit
Jan Hoffstadt, Produktmanager bei Gira, merkt an, dass in Bestandsgebäuden die vorhandene Infrastruktur häufig über die wirtschaftliche Umsetzbarkeit einer Modernisierung entscheidet. Der 2-Draht-Umsetzer IP erweitert die planerischen Optionen und erlaubt eine schrittweise Nachrüstung IP-basierter Türkommunikation mit einem signifikant geringeren Eingriff in die Bausubstanz. Diese Methode schont Ressourcen und minimiert Störungen für Nutzer oder Bewohner.
Das System besteht aus einem Host, der als Reiheneinbaugerät für den Schaltschrank konzipiert ist, sowie aus kompakten Clients. Diese Clients werden direkt hinter den jeweiligen IP-Komponenten installiert, wie etwa Türstationen, Wohnungsstationen oder Kameras. Ein Host kann bis zu 15 Clients anbinden. Durch die Konzeption, dass Clients keine direkte Leitung zum Host benötigen, lassen sich auch verzweigte oder durchgeschleifte 2-Draht-Leitungsstrukturen in Bestandsgebäuden weiterhin nutzen. Die Inbetriebnahme erfolgt über eine Pairing-Taste an Host und Clients; ein Notebook ist hierfür nicht erforderlich. Status-LEDs geben während der Inbetriebnahme Rückmeldung und schalten sich bei Nichtgebrauch ab. Der Betrieb ist auch ohne aktive Internetverbindung möglich, und die bekannten Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Act (CRA) wurden bei der Entwicklung berücksichtigt.
Funktionsumfang und Integration
Nach der Einbindung des Systems in das vorhandene IP-Netzwerk stehen die Funktionen der Gira Türkommunikation IP zur Verfügung. Nutzer profitieren von einer hohen Video- und Audioqualität sowie der Möglichkeit zur Integration externer IP-Kameras. Je nach Ausstattung der Wohnungsstation sind Funktionen wie Bildspeicherung und Fernzugriff nutzbar. Türrufe können über die Gira TKS mobil App auf mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet weitergeleitet und auch von unterwegs beantwortet werden. Das System verzichtet auf zentrale Server und zusätzliche Lizenzen.













