Genting Americas hat sich eine Refinanzierung in Höhe von 500 Millionen Dollar für das gemischt genutzte Omni Center unweit von Downtown Miami gesichert. Aus öffentlichen Hypothekendokumenten geht hervor, dass Wells Fargo als administrativer Agent für ein Konsortium von Kreditgebern auftritt. Der Abschluss folgt drei Jahre nach dem gescheiterten Verkauf eines benachbarten, 15 Acre großen Areals, das für 1,2 Milliarden Dollar veräußert werden sollte.
Der rund 1,5 Millionen Quadratfuß große Gebäudekomplex befindet sich zwischen 1501 und 1645 Biscayne Boulevard, unmittelbar nördlich der Zufahrten zu den MacArthur- und Venetian-Dämmen und in Nachbarschaft zum Adrienne Arsht Center for the Performing Arts. Die in den 1970er-Jahren errichtete Immobilie verfügt über 435.000 Quadratfuß Bürofläche, ein Hilton-Hotel mit 527 Zimmern sowie ein Parkhaus mit 2.500 Stellplätzen. Die im Gebäude integrierte Einkaufspassage Omni International Mall stellte ihren Betrieb bereits im Jahr 2000 ein.
Jüngste Vermietungserfolge und institutionelle Mieter
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Liegenschaft mehrere namhafte Mietvertragsabschlüsse. Das Fitnessunternehmen Planet Fitness sicherte sich eine Bürofläche von 26.000 Quadratfuß, während die Beratungsgesellschaft Skyline Financial einen Vertrag über 25.420 Quadratfuß unterzeichnete. Zu den weiteren Bestandsmietern gehören das U.S. State Department mit einer Passstelle sowie die private Grundschule Keypoint Academy.
Historie des Areals und geplatzte Entwicklungspläne
Genting Americas, eine Sparte des malaysischen Casinobetreibers Genting Group, erwarb das Omni Center im Jahr 2011 aus einer Zwangsvollstreckung für 180 Millionen Dollar. Im selben Jahr kaufte das Unternehmen das angrenzende 15-Acre-Grundstück für 236 Millionen Dollar an, was eine der größten Grundstückszusammenlegungen Miamis darstellte. Das darauf befindliche Bürogebäude der Zeitung Miami Herald wurde abgerissen, um Platz für ein Casino-Projekt zu schaffen. Dieses Vorhaben ließ sich mangels behördlicher Glücksspiellizenz nicht verwirklichen.
Im Jahr 2023 schloss ein Joint Venture unter Führung des Entwicklers David Martin von Terra einen Vorvertrag zum Erwerb des angrenzenden Uferareals für 1,2 Milliarden Dollar ab — ohne das Omni Center selbst. Der Deal, der eine der teuersten Baulandtransaktionen der Vereinigten Staaten geworden wäre, scheiterte schließlich an Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung. Das Nachbargrundstück liegt bis heute weitgehend brach.














