Die interdisziplinäre Planungsgesellschaft formicon vergrößert ihr Netzwerk durch die Integration des Landschaftsarchitekturbüros Kraft.Raum. Mit diesem Schritt stoßen rund 60 Fachleute für Freiraumentwicklung, klimaresiliente Stadtplanung und Wettbewerbswesen zu der Gruppe. Das von René Rheims geführte Büro unterhält Standorte in Düsseldorf, Esslingen sowie Hamburg und betreut Projekte für die öffentliche Hand, gewerbliche Auftraggeber und institutionelle Investoren.
Das Leistungsspektrum der Landschaftsarchitekten erstreckt sich von städtebaulichen Quartiersplanungen über Campusareale und Wohnumfelder bis hin zur Neugestaltung öffentlicher Räume. Neben gestalterischen Aufgaben übernimmt das Büro städtebauliche Studien, Rahmenpläne und strukturierte Beteiligungsverfahren. Zudem deckt das Team technische Disziplinen wie das urbane Regenwassermanagement und die Gebäudebegrünung ab.
Ausbau der Entwurfs- und ESG-Kompetenzen
Ein wesentliches Merkmal von Kraft.Raum liegt in der Erfolgsquote bei Architektur- und Freiraumwettbewerben. Das Büro errang erste Preise bei Großprojekten wie dem Justizzentrum Köln, dem Zollhafen Mainz und dem Campus Melaten der RWTH Aachen. Zu den jüngsten Erfolgen zählt der gemeinsam mit Lorber Paul Architekten gewonnene Wettbewerb für das Brainergy Forum in Jülich, das als Standort für Kultur und Innovation fungieren soll.
- —Planung grün-blauer Infrastrukturen zur präventiven Starkregenvorsorge
- —Konzepte für Flächenentsiegelung und Fassadenbegrünung gegen urbane Überhitzung
- —Entwicklung städtebaulicher Rahmenpläne inklusive moderierter Partizipationsprozesse
- —Einbindung ökologischer Ausgleichsflächen zur Förderung der Biodiversität
Fachübergreifende Verknüpfung im Planungsprozess
Ulf Bambach, CEO von formicon, erklärt, dass sich die bauliche Qualität moderner Lebensräume vor allem im Zusammenwirken von Gebäudestrukturen, Freiflächen, Wasser und Vegetation entscheidet. Durch Kraft.Raum erweitere formicon die eigene Aufstellung in der Nachhaltigkeitsberatung, der Lebenszyklusanalyse (LCA) und der Ökobilanzierung um relevante ESG-Kriterien für den Außenbereich.
Auch Gründer René Rheims sieht im Zusammenschluss deutliche operative Vorteile. Die Herausforderungen durch klimatische Veränderungen verlangen laut Rheims, dass technische Systeme, Freiräume sowie ökologische Vorgaben von Beginn an parallel zur klassischen Architektur- und Ingenieurplanung konzipiert werden. Innerhalb der Gruppe sollen derartige Ansätze künftig bereits in den ersten Entwurfsphasen verankert werden.














