Die gesetzlichen Vorgaben zur Fernablesung von Heiz- und Warmwasserverbräuchen stellen Vermieter und Verwalter vor eine verbindliche Frist. Bis zum 31. Dezember 2026 sind alle in Bestandsimmobilien installierten Erfassungsgeräte, die bisher keine Fernauslesung ermöglichen, umzurüsten oder zu ersetzen. Diese Regelung betrifft sowohl Heizkostenverteiler als auch Warmwasserzähler und ist Teil der erweiterten Heizkostenverordnung (HeizKVO), die seit November 2021 in Kraft ist.
Die Neufassung der HeizKVO verpflichtet nicht nur zur Ausstattung mit fernablesbaren Geräten, sondern auch zur monatlichen Bereitstellung von Verbrauchsinformationen. Dies gilt für alle Liegenschaften, in denen bereits eine fernablesbare Messausstattung vorhanden ist. Die monatliche Information soll Mietern einen transparenteren Überblick über ihren Energieverbrauch ermöglichen und zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Diese Vorgabe ist ebenfalls bereits gültig.
Hintergrund und Ziele der Verordnung
Die Änderungen in der Heizkostenverordnung basieren auf europäischem Recht, insbesondere der Energieeffizienzrichtlinie (EED). Ziel ist die Förderung eines bewussteren Umgangs mit Energie und die Reduktion von Emissionen. Durch die regelmäßige Bereitstellung von Verbrauchsdaten sollen Anreize für eine Verhaltensänderung geschaffen werden, die sich positiv auf den individuellen Verbrauch und die Betriebskosten der Gebäude auswirkt. Die Umstellung erfordert eine präzise Planung und Umsetzung seitens der Eigentümer und Verwalter, um den gesetzlichen Anforderungen fristgerecht nachzukommen.
Für neu installierte Messgeräte gilt die Fernablesepflicht bereits uneingeschränkt. Seit dem 25. Oktober 2020 müssen alle neu eingebauten Zähler und Heizkostenverteiler fernauslesbar sein. Diese gestaffelte Einführung der Vorschriften soll eine schrittweise Anpassung ermöglichen und zugleich die Modernisierung des Immobilienbestands vorantreiben. Die Einhaltung der Fristen ist entscheidend, da bei Nichteinhaltung bestimmte Sanktionen drohen können, wie beispielsweise ein gekürztes Abrechnungsentgelt für den Vermieter.
Technische und organisatorische Implikationen
Die Umstellung auf fernablesbare Systeme erfordert Investitionen in moderne Messtechnik und gegebenenfalls in die Anpassung der bestehenden Infrastruktur. Neben der Hardware spielt auch die Datenverarbeitung eine Rolle, da die monatlichen Verbrauchsinformationen datenschutzkonform erfasst und den Mietern zugänglich gemacht werden müssen. Dies erfordert oft die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern, die sowohl die Installation als auch den Betrieb der Systeme sowie die Aufbereitung der Daten gewährleisten können. Vermieter sollten die verbleibende Zeit nutzen, um die notwendigen Schritte zur Einhaltung der Fristen zu initiieren und potenzielle Herausforderungen frühzeitig zu adressieren.














