In den deutschen Metropolregionen gewinnt die dezentrale Nutzung von Büro- und Coworking-Flächen zunehmend an Bedeutung. Wie Erhebungen der International Workplace Group (IWG) anhand täglicher WLAN-Anmeldungen an Standorten ihrer Marken wie Regus und Spaces belegen, ist die Anwesenheit in den Ballungsräumen Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin und München signifikant gestiegen. Immer mehr Berufstätige verbinden hybride Arbeitsformen mit einem Wohnsitz in Vororten oder regionalen Zentren, um weite Pendelwege zu reduzieren und dennoch in einer professionellen Büroumgebung zu arbeiten.
Hohe Zuwachsraten in suburbanen Randlagen und Vororten
Den stärksten Zuwachs bei den Besuchen flexibler Arbeitsräume verzeichnete Hamburg im Zeitraum von Juni 2025 bis Juni 2026 mit einem Plus von 40 Prozent. Ein wesentlicher Teil dieses Wachstums entfiel auf Vororte; so stiegen die Besucherzahlen im Regus Hamburg Hammerbrook um 104 Prozent. Frankfurt am Main folgte mit einer Steigerung von 26,6 Prozent, getragen von zweistelligen Zuwächsen im Umland, darunter Neu-Isenburg mit einem Anstieg von 51,5 Prozent.
Im Großraum München kletterte die Nutzung um 15,9 Prozent, wobei periphere Bürozentren besonders stark nachgefragt wurden. Das Regus-Zentrum in Unterföhring registrierte ein Plus von 246,9 Prozent, während der Standort Ismaning um 123,8 Prozent zulegte. Auch der Standort Regus Neue Messe Riem wies ein deutliches Besucherplus von 137,6 Prozent auf.
- —Frankfurt, Regus Darmstädter Landstraße: +167,0 %
- —Schwetzingen, Regus Carl-Benz-Straße: +167,0 %
- —Konstanz, Regus Constantia Blue: +155,7 %
Expansion über kapitalarme Partnerschaftsmodelle
Um der veränderten Nachfrage zu begegnen, baut IWG sein Netzwerk weiter aus. Die Expansion erfolgt über ein kapitalarmes Modell, bei dem mittlerweile 95 Prozent der Verträge in Partnerschaft mit Immobilieneigentümern geschlossen werden. Seit 2025 wurden deutschlandweit 82 neue Standorte eröffnet. Allein seit Beginn des Jahres 2026 kamen 91 weitere Vertragsabschlüsse hinzu, die zu einem globalen Rekordwert von 728 neuen Abschlüssen beitragen. In den vier führenden deutschen Ballungsräumen nahmen seit Anfang 2025 insgesamt 34 neue Standorte den Betrieb auf — nahezu die Hälfte aller bundesweiten Neueröffnungen.
Christian Schmitz, CEO der International Workplace Group, führt aus, dass die steigende Inanspruchnahme in Ballungsräumen und Randgebieten die breite Akzeptanz flexibler Arbeitsmodelle widerspiegele. Unternehmen fragten vermehrt Strategien nach, die Beschäftigten Zugang zu hochwertigen Arbeitsräumen in Wohnortnähe eröffnen. Dies verschaffe Betrieben größere Flexibilität und reduziere den Bedarf an dauerhaft angemieteten Leerflächen, während Beschäftigte zeitintensive Fahrzeiten vermeiden können.














