Der Investmentmanager KINGSTONE Investment Management hat in Zusammenarbeit mit dem Family Office Real Estate Day von RUECKER EVENT den zweiten KINGSTONE Family Office Real Estate Report 2026 veröffentlicht. Für die Erhebung wurden 34 Family Offices aus dem DACH-Raum zu ihren aktuellen Anlagestrategien im Immobiliensektor befragt. Die Erhebung verdeutlicht, dass Immobilien mit einem Portfolioanteil von 53,7 Prozent weiterhin die mit Abstand gewichtigste Anlageklasse privater Großvermögen bilden. Gegenüber dem Vorjahr mit 56,5 Prozent entspricht dies einem leichten Rückgang um 2,8 Prozentpunkte. Die zweitplatzierte Assetklasse bilden Aktien mit einer Quote von 19,6 Prozent, was einem minimalen Zuwachs von 0,2 Prozentpunkten entspricht.
Dr. Tim Schomberg, CEO von KINGSTONE IM, unterstreicht, dass Immobilien unverändert das Rückgrat vermögender Familien darstellen. Mit einer Allokation von über der Hälfte des Gesamtvermögens engagieren sich Family Offices weiterhin deutlich intensiver im Immobiliensektor als viele institutionelle Investoren.
Deutlicher Rückgang des Deutschland-Exposures zugunsten des Auslands
Obwohl Deutschland mit 76,5 Prozent des gesamten Immobilienvermögens der wichtigste Zielmarkt bleibt, reduzierte sich das Engagement im Heimatmarkt merklich. Im Jahr 2025 lag der Deutschland-Anteil noch bei 88,3 Prozent, was einem Rückgang um 11,8 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres entspricht. Zugleich stiegen die Allokationen im europäischen Ausland auf 12,6 Prozent (ein Plus von 6,7 Prozentpunkten) sowie in den USA auf 9,0 Prozent (plus 3,6 Prozentpunkte).
Philipp Schomberg, Co-Founder von KINGSTONE IM und CEO Poland, führt aus, dass diese Entwicklung den Trend zu einer breiteren geografischen Diversifizierung widerspiegelt. Viele zuvor stark auf Deutschland fokussierte Family Offices erweitern ihren Suchradius gezielt in das Ausland, wobei insbesondere Standorte im Vereinigten Königreich sowie in Polen im Kundenkreis häufig genannt werden.
Nutzungsarten, Renditeerwartungen und Investitionsvolumina
Bei den Nutzungsarten dominiert das Segment Wohnen mit einem Anteil von 37,0 Prozent vor Büroimmobilien, die auf 22,7 Prozent kommen und einen leichten Rückgang um 2,3 Prozentpunkte verzeichneten. Gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshäuser erreichen 13,5 Prozent, während Einzelhandelsimmobilien spürbar um 5,8 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent zulegen konnten. Hinsichtlich des Gesamtertrags reicht die Spanne der Erwartungen von 4,0 bis über 10,0 Prozent Total Return pro Jahr. Rund 35,3 Prozent der Investoren streben 5,5 bis 7,0 Prozent an, während rund ein Viertel 7,0 bis 8,5 Prozent erwartet.
Für die kommenden zwölf Monate plant rund ein Drittel der Befragten eine konstante Quote, während 41 Prozent einen leichten oder starken Bestandsaufbau anvisieren und 26 Prozent eine Reduzierung beabsichtigen. Bei den geplanten Neuinvestitionen für die nächsten drei Jahre zeichnen sich differenzierte Größenordnungen ab:
- —38,2 Prozent der Befragten planen jährlich 5,0 bis 10,0 Millionen Euro in Immobilien anzulegen.
- —23,5 Prozent kalkulieren mit einem jährlichen Neuinvestitionsvolumen zwischen 10 und 20 Millionen Euro.
- —14,7 Prozent beabsichtigen, pro Jahr zwischen 20 und 50 Millionen Euro bereitzustellen.
- —5,9 Prozent visieren Tranchen von 50 bis 100 Millionen Euro an, während kein Teilnehmer Anlagevolumina von über 100 Millionen Euro pro Jahr plant.
Wie Dr. Tim Schomberg anmerkt, fallen die geplanten jährlichen Investitionssummen im Dreijahresausblick insgesamt etwas kleiner aus als in früheren Erhebungen, wenngleich das Engagement im Sachwertsegment prinzipiell auf hohem Niveau fortgeführt wird.














