Das New Yorker Familienunternehmen F&T Group prägt seit drei Jahrzehnten die städtebauliche Entwicklung von Downtown Flushing im Stadtbezirk Queens. Anlässlich des dreißigjährigen Firmenbestehens erfolgte der Spatenstich für die zweite Bauphase des gemischt genutzten Großprojekts Flushing Commons, das eine Bruttogeschossfläche von rund 600.000 Quadratfuß umfasst. Helen Lee, Executive Vice President und Principal des Unternehmens, führt die langfristige Entwicklungsstrategie der Gründergeneration fort.
Die Wurzeln der F&T Group reichen bis in die frühen 1980er-Jahre zurück, als die Familie Lee aus Taiwan nach Queens einwanderte. Was zunächst als reines Bauunternehmen unter Michael Lee begann, wuchs 1996 gemeinsam mit Partner Sunny Chiu zu einer vollwertigen Projektentwicklungsgesellschaft heran. Helen Lee trat 2014 nach Stationen im Finanzsektor sowie einem Masterabschluss in Immobilienökonomie an der Harvard Graduate School of Design in das Unternehmen ein.
Nutzungsmix und Ausbau von Flushing Commons
Nachdem die erste Phase von Flushing Commons mit rund 660.000 Bruttoquadratfuß bereits im Jahr 2017 fertiggestellt wurde, ergänzt der nun begonnene zweite Bauabschnitt das Quartier um maßgebliche funktionale Bausteine. Geplant sind 156 Wohneinheiten, 100.000 Quadratfuß an Büro-Eigentumseinheiten, eine neue Einrichtung des YMCA sowie 148.000 Quadratfuß Einzelhandelsfläche.
Einen zentralen Stellenwert nimmt dabei die Gestaltung des Außenraums ein. Herzstück der aktuellen Bauphase ist ein 1,3 Acre großer öffentlicher Park, der von dem New Yorker Landschaftsarchitekturbüro Future Green entworfen wurde. Das Areal soll ein Amphitheater, Wasserinstallationen und Aufenthaltszonen bieten, um dem Mangel an Grünflächen im Zentrum von Flushing zu begegnen. Lee betont, dass Freiflächen nicht isoliert nach ihrer Quadratmeterrendite bewertet werden dürfen, sondern als identitätsstiftendes Zentrum fungieren, das Besucher anzieht und die Verweildauer im gesamten Quartier erhöht.
Internationale Impulse für den lokalen Einzelhandel
Die Entwicklung von Downtown Flushing begann für das Unternehmen in den 1990er-Jahren mit Wohnbauten wie Colden Garden, bevor F&T gezielt Grundstücke zusammenlegte. Mit dem Projekt Queens Crossing realisierte die Firma das erste Class-A-Bürogebäude im Viertel und bediente die starke Nachfrage nach medizinischen und gewerblichen Praxen. Spätere Großprojekte wie One Fulton Square und Tangram festigten diese Positionierung.
Für die Einzelhandelsflächen greift Lee gezielt auf Konzepte aus asiatischen Metropolen zurück. Dort fungieren Einkaufszentren primär als soziale Treffpunkte — als sogenannte Dritte Orte —, an denen Familien verweilen, Gastronomie nutzen und Veranstaltungen besuchen, anstatt lediglich Besorgungen zu erledigen. Da Flushing durch eine stark asiatisch geprägte Bevölkerung und internationale Strahlkraft gekennzeichnet ist, sieht das Unternehmen in dieser nutzerorientierten Adaption den Schlüssel für eine nachhaltige Belebung des Einzelhandels.














