Fredrik Widlund, CEO von CLS Holdings plc, fasste die Erkenntnisse der diesjährigen Expo Real zusammen. Er beschrieb eine Stimmung, die weder von Euphorie noch von Resignation geprägt war. Die Gespräche auf der Messe hätten verdeutlicht, dass die Branche sich auf eine mögliche längere Schwächephase eingestellt hat, verbunden mit der Erkenntnis, dass eine Rückkehr zu den Rahmenbedingungen des vergangenen Jahrzehnts nicht unmittelbar bevorsteht. Zugleich sei eine Rückbesinnung auf lösungsorientierte und pragmatische Arbeitsweisen erkennbar.
Der Investmentmarkt für Büroimmobilien in Deutschland befindet sich laut Widlund in einem schrittweisen Übergang zu einer neuen Normalität. Transaktionen finden weiterhin statt, erfordern jedoch eine deutlich intensivere Vorbereitung und Umsetzung. Entscheidend seien eine belastbare Objektdokumentation und realistische Businesspläne. Zusätzlich sei die Bereitschaft von Käufern und Verkäufern ausschlaggebend, zielorientierte und pragmatische Prozesse zu gestalten. Finanzierungspartner agierten grundsätzlich weiterhin partnerschaftlich und lösungsorientiert.
Allerdings werden Covenants, die Kapitaldienstfähigkeit sowie die Qualität der zugrunde liegenden Assets genauer geprüft. Für Investoren impliziert dies eine konsequentere Konzentration auf Assetqualität, belastbare Cashflows und einen disziplinierten Kapitaleinsatz. Die Expo Real habe bestätigt, dass der Markt nicht auf eine Rückkehr der alten Normalität wartet, sondern beginnt, mit den aktuellen Gegebenheiten zu arbeiten. Dies verlange Disziplin und Geduld, eröffne jedoch auch neue Chancen für gut positionierte Investoren und Eigentümer.
Dynamiken im Bürovermietungsmarkt
Rolf Mensing, Head of Germany bei CLS Holdings plc, stellte fest, dass der Bürovermietungsmarkt eine verstärkte Dynamik aufweist, die jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Standorten und einzelnen Objekten offenbart. Die Messegespräche bestätigten die Einschätzung, dass Nutzer wieder klarere Vorstellungen von ihrem Flächenbedarf entwickeln, zugleich aber sehr selektive Entscheidungen treffen.
- —Qualität der Immobilien
- —Gute Erreichbarkeit der Objekte
- —Anpassungsfähigkeit an veränderte Nutzerbedürfnisse
Diese Kriterien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für Eigentümer ergibt sich daraus die Konsequenz, dass Asset Management auf absehbare Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Es sei nicht mehr ausreichend, Flächen lediglich anzubieten. Eigentümer müssen die Bedürfnisse ihrer Nutzer verstehen, frühzeitig auf veränderte Anforderungen reagieren und ihre Immobilien konsequent weiterentwickeln. Hierzu gehören Upgrades und neue Flächenkonzepte ebenso wie ein breiterer Nutzungsmix oder die Repositionierung eines Assets. Wer diese Aufgaben konsequent umsetzt und Vermietungspotenziale erschließt, kann auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld Werte sichern und neue schaffen.














