Im Essener Norden leitet das interkommunale Stadtentwicklungsprojekt Freiheit Emscher die Vermarktung des Baugrundstücks GE7 ein. Das Areal befindet sich auf der Konversionsfläche Emil Emscher im Stadtteil Vogelheim und umfasst eine Grundstücksgröße von 42.298 Quadratmetern. Die veräußernde Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH (FEEG) adressiert mit diesem Angebot vorrangig wissensbasierte Unternehmen sowie innovative Produktionsbetriebe, deren Betriebskonzepte wirtschaftliche Tragfähigkeit mit nachhaltigen Kriterien vereinen.
Bei dem Baufeld GE7 handelt es sich um den dritten von insgesamt sieben Bauabschnitten auf dem rund 19 Hektar großen Entwicklungsareal. Für die Vergabe setzt die FEEG auf ein einstufiges, beschleunigtes Investorenauswahlverfahren, dessen Einsendefrist auf den 30. November 2026 terminiert ist. Das strukturierte Auswahlmodell zielt auf eine zeitnahe Abwicklung ab und bewertet die eingehenden Entwürfe nach quantitativen sowie qualitativen Parametern.
Qualitative Vergabekriterien und beschleunigte Prozesse
Nach Auskunft von FEEG-Geschäftsführer Gernot Pahlen minimiert das gewählte einstufige Verfahren den administrativen Aufwand für die teilnehmenden Bieter und ermöglicht kurze Entscheidungswege zwischen der Angebotsabgabe und dem finalen Zuschlag. Die Einhaltung städtebaulicher und ökologischer Standards wird dabei über ein verbindliches Klimaneutralitätskonzept sowie ein übergeordnetes Gestaltungshandbuch geregelt, welche den Maßstab für alle eingereichten Nutzungskonzepte bilden.
Die Bereitstellung des Teilareals erfolgt vor dem Hintergrund eines ausgeprägten Flächenmangels in der regionalen Wirtschaft. Zwar entstand im Ruhrgebiet zuletzt mehr als jeder zweite neue Arbeitsplatz auf Industrie- und Gewerbeflächen, doch verknappt sich das Segment restriktionsfreier und unmittelbar verfügbarer Grundstücke zusehends. Berechnungen der Business Metropole Ruhr GmbH zufolge genügt der derzeitige Vorrat an marktaktiven Gewerbeflächen lediglich noch für eine Nachfrage von rund zwei Jahren.
Infrastruktur und Erschließung bis Ende 2028
Zur baulichen Vorbereitung des Standorts sicherte sich das Projekt bereits zu Beginn des laufenden Jahres Fördermittel in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund (JTF) des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Diese Zuwendungen fließen in die innere Erschließung des Areals, die planmäßig bis Ende 2028 finalisiert werden soll — zu diesem Zeitpunkt ist auch die Übergabe des Baufelds GE7 an die künftigen Nutzer vorgesehen.
- —Grundstücksfläche: 42.298 Quadratmeter (Baufeld GE7)
- —Gesamtareal Emil Emscher: rund 19 Hektar bei sieben Baufeldern
- —Erschließungsbudget: Über 30 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund
- —Klimaresilienz: Freiflächengestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip gegen Hitze und Starkregen














