Empire State Realty Trust (ESRT) verzeichnete im dritten Quartal 2026 eine rege Aktivität im Vermietungs- und Transaktionsbereich. Diese Zuwächse reichten jedoch nicht aus, um die anhaltend schwachen Besucherzahlen am bekannten Empire State Building auszugleichen. Laut dem aktuellen Quartalsbericht schloss der Real Estate Investment Trust Verträge über 189.477 Quadratfuß ab, wovon 170.608 Quadratfuß auf Büroflächen entfielen. Die Vermietungsquote des Büroportfolios stieg zum 30. September auf 91,9 Prozent, nachdem sie im Vorquartal bei 89,1 Prozent und im dritten Quartal 2025 bei 89,7 Prozent gelegen hatte.
Zu den maßgeblichen Abschlüssen des Quartals zählte die Vereinbarung mit dem Fintech-Unternehmen Octaura Holdings über 28.914 Quadratfuß Bürofläche in der Liegenschaft 111 West 33rd Street. Direkt im Empire State Building sicherte sich das Architekturbüro Corgan 15.157 Quadratfuß, während die Investmentgesellschaft Zenyth Advisors Mietverträge über 13.459 Quadratfuß unterzeichnete.
Portfoliobereinigung und Kapitalverwendung
Parallel zu den Vermietungserfolgen trennte sich ESRT von ausgewählten Objekten. Im August veräußerte die Gesellschaft das 22-stöckige Bürogebäude 1359 Broadway in Midtown South für 217,5 Millionen Dollar an Thor Equities. Der Erlös wird für Aktienrückkäufe sowie zur Schuldentilgung verwendet. Bereits im April hatte das Unternehmen das 26-stöckige Bürohaus 250 West 57th Street für rund 280 Millionen Dollar an die Namdar Realty Group abgegeben. ESRT-Präsidentin Christina Chiu erklärte im Rahmen der Analystenkonferenz, dass sich das Unternehmen nach dem Rückzug aus den Vororten gezielt auf Manhattan konzentriert habe. Im Mittelpunkt stünden weiterhin der Cashflow und der innere Wert je Aktie.
Gegenwind beim Tourismus und personelle Neuausrichtung
Während das Bürogeschäft zulegte, blieben die Frequenzen an der Aussichtsplattform des Empire State Building verhalten. Nach einem Umsatzeinbruch von 48,5 Prozent im zweiten Quartal belief sich das operative Nettoeinkommen des Observatoriums im dritten Quartal auf 15,6 Millionen Dollar – ein leichter Anstieg gegenüber den 12,4 Millionen Dollar der vorangegangenen Periode. Die anhaltende Zurückhaltung fällt zeitlich mit einem Rückgang des internationalen Reiseverkehrs nach der Wiederwahl von Donald Trump im Jahr 2024 sowie einem intensiveren Wettbewerb zusammen.
ESRT-Chief Executive Officer Anthony Malkin betonte, dass die Neuausrichtung des Besuchermanagements Zeit erfordere und das Geschäftsmodell an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden müsse. Zur Umsetzung dieser Strategie berief das Unternehmen zum 1. Oktober Andrew Giancamilli, den ehemaligen Chief Operating Officer der Plattform FanDuel, an die Spitze der Observatoriumssparte. Giancamilli soll die Kundenbasis diversifizieren und das Ertragspotenzial der weltbekannten Marke optimieren.
Auf Konzernebene gingen die Funds from Operations (FFO) im dritten Quartal auf 51,7 Millionen Dollar beziehungsweise 20 Cents je Aktie zurück. Im Vorquartal lagen sie bei 57 Millionen Dollar und im dritten Quartal 2025 bei 59,3 Millionen Dollar. Der Gesamtumsatz betrug 193,1 Millionen Dollar, verglichen mit 196,9 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2026 und 197,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.














