Der Logistikmarkt in der Region Düsseldorf präsentierte sich Ende des dritten Quartals 2026 mit einer erfreulichen Zwischenbilanz. Mit einem Flächenumsatz von etwa 202.000 m² gelang es dem Marktsegment, das dritte überdurchschnittliche Q1-3-Resultat in Folge zu erzielen. Dies übertrifft den zehnjährigen Mittelwert um gut 12 %. Seit 2022 bewegt sich der Flächenumsatz konstant über oder im Bereich dieses Durchschnittswertes, was eine anhaltend hohe Nachfrage in den vergangenen fünf Jahren belegt. Das aktuelle Volumen unterschreitet zwar das Vorjahresergebnis um 11 %, jenes stellte jedoch auch das beste Q1-Q3-Resultat seit 2017 dar. Diese Feststellungen basieren auf einer Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial bei BNP Paribas Real Estate GmbH, hob hervor, dass das bemerkenswerte Volumen ausschließlich durch Abschlüsse im Segment bis 20.000 m² generiert wurde. Ohne die Großverträge oberhalb dieser Schwelle sei zuletzt im Jahr 2017 eine vergleichbare Bilanz erreicht worden. Zu den signifikantesten Vermietungen der letzten drei Monate gehörten unter anderem der Abschluss des Großhändlers Inter Benefit für 14.100 m² in Grevenbroich sowie die Anmietung von 13.800 m² durch den Logistikdienstleister H & H in einem Erstbezugsobjekt in Düsseldorf-Heerdt.
Mietpreisentwicklung und Nutzerstruktur
Der anhaltende Nachfragedruck manifestiert sich auch im Mietpreisniveau. Die Spitzenmiete stieg im Zwölfmonatsvergleich um gut 4 % auf 8,85 €/m². Der durchschnittliche Mietpreis erhöhte sich um rund 3 % auf 7,10 €/m² im Vergleich zum dritten Quartal 2025. In der Branchenanalyse dominieren Logistikdienstleister, ein bundesweiter Trend, der sich auch im Düsseldorfer Marktgebiet widerspiegelt. Diese Branche verantwortete über 56 % des Flächenumsatzes mit einem überdurchschnittlichen Vermietungsvolumen von plus 49 %. Hierzu trugen fünf Verträge zwischen 12.000 und 20.000 m² sowie eine hohe Dealanzahl bei. Das Marktsegment Handel verbesserte sich gegenüber 2025 spürbar und erreichte mit rund 50.000 m² bis Ende September 2026 (knapp 25 % Marktanteil) sein bestes Ergebnis seit 2022. Industrieunternehmen sind mit weiteren 14 % und mehreren kleineren Abschlüssen bis 10.000 m² im Marktgeschehen vertreten.
Besonders hervorzuheben sind bei den Größenklassen die Deals zwischen 5.000 und 8.000 m², die einen Anteil von 25 % ausmachen, sowie Verträge von 12.000 bis 20.000 m² mit einem Anteil von 43 %. Letztere setzten eine neue Bestmarke. Die positive Marktentwicklung wird zudem durch die ungebrochen hohe Nachfrage von Logistikdienstleistern, oftmals aus dem asiatischen Raum, sowie den Rekordumsatz bei mittelgroßen Abschlüssen gestützt.
Marktausblick und Herausforderungen
Ob der Gesamtjahresumsatz von rund 335.000 m² aus dem Jahr 2025 erreicht werden kann, bleibt abzuwarten. Für eine Bilanz über dem langjährigen Mittelwert ist jedoch lediglich ein durchschnittliches Volumen im vierten Quartal notwendig. Auf der Angebotsseite erweitern spekulative Neubauprojekte in Düsseldorf, Mönchengladbach oder Krefeld das Spektrum an Erstbezugsflächen. Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory bei BNP Paribas Real Estate GmbH, weist darauf hin, dass kurzfristige und großflächige Gesuche, die unter anderem bei asiatischen Marktteilnehmern häufig auftreten, nicht immer ad hoc bedient werden können. Er ergänzt, dass Neubauflächen zunehmend im Wettbewerb mit Bestands- und Untermietflächen stehen, was die Bedeutung umfangreicher Incentive-Pakete bei Neubauvermietungen erhöht. Kurzfristig wird kein weiterer Anstieg der Spitzenmiete erwartet; das Marktgeschehen dürfte sich jedoch weiterhin auf dem bereits hohen durchschnittlichen Mietpreisniveau von über 7 €/m² einpendeln.














