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Marktanalyse··3 min

Düsseldorfer Büromarkt verzeichnet Flächenumsatz über Fünfjahresschnitt

Der Düsseldorfer Büromarkt erreichte trotz des herausfordernden Wirtschaftsumfelds einen Flächenumsatz von rund 200.000 m², der den Fünfjahresschnitt um 8 % übertrifft.

KI-generiertDüsseldorfer Büromarkt verzeichnet Flächenumsatz über Fünfjahresschnitt – KI-generiertes Symbolbild
Düsseldorfer Büromarkt verzeichnet Flächenumsatz über Fünfjahresschnitt. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Der Düsseldorfer Büromarkt verzeichnete einen Flächenumsatz von circa 200.000 m², was gemäß einer Analyse von BNP Paribas Real Estate ein solides Ergebnis darstellt. Dies gelang trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und eines komplexen wirtschaftlichen Umfeldes. Der erzielte Umsatz lag 8 % über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und übertraf den Vorjahreswert um beinahe 28 %.

Nach einem stabilen ersten Halbjahr gewann die Marktdynamik im dritten Quartal des Jahres 2026 signifikant an Fahrt. In diesem Zeitraum wurde annähernd die Hälfte des gesamten Flächenumsatzes registriert. Ein maßgeblicher Faktor hierfür war die Anmietung von rund 37.000 m² durch den europäischen Energiekonzern Uniper, welche auch im langfristigen Vergleich zu den größten Büroanmietungen in Düsseldorf zählt.

Das Segment der Großabschlüsse über 10.000 m² zeigte sich entsprechend stark und trug deutlich mehr als ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Parallel dazu war auch bei kleineren Büroflächen eine beachtliche Marktaktivität zu beobachten, da etwa 41 % des Ergebnisses auf Flächen bis zu 1.000 m² entfielen. Die Spitzenmiete im Düsseldorfer Marktgebiet verharrt seit Q3 2025 bei 46 €/m². Die Durchschnittsmiete hingegen setzte ihren Aufwärtstrend fort und erreichte mit 24 €/m² einen neuen Höchstwert, was einem Anstieg von gut 4 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Branchenverteilung und Leerstandsentwicklung

Die Anmietung durch Uniper führte dazu, dass die Sammelkategorie der Sonstigen Dienstleistungen mit überdurchschnittlichen 32 % respektive rund 63.000 m² die Branchenverteilung anführte. In Düsseldorf umfasst dieser Sektor vor allem Energiedienstleister, private Bildungseinrichtungen sowie Immobiliendienstleister. Die traditionell starken Beratungsgesellschaften belegten mit circa 27 % den zweiten Rang. Dies ist neben einer Vielzahl mittelgroßer Verträge auch auf die zweitgrößte Vermietung des Jahres zurückzuführen, die Anmietung von etwa 17.000 m² Bürofläche am Kennedydamm durch KPMG. Handelsunternehmen trugen mit gut 16 % ebenfalls einen zweistelligen Anteil zum Flächenumsatz bei, primär durch zahlreiche kleinere Mietabschlüsse.

Das Leerstandsvolumen bewegt sich seit mehreren Quartalen auf einem stabilen Niveau und beläuft sich aktuell auf rund 1,25 Mio. m². Dies entspricht einem Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr, jedoch einer nahezu seitwärts gerichteten Bewegung von -0,2 % im Vergleich zum Vorquartal. Lediglich etwa 45 % der vakanten Flächen verfügen über eine moderne Ausstattungsqualität. Auch Neubau-Erstbezugsflächen bleiben knapp, wobei in den bevorzugten Citylagen nur 7.000 m² verfügbar sind. Die Leerstandsrate beträgt derzeit 12,4 % im Marktgebiet und 9,4 % im Stadtgebiet.

Ausblick und Perspektiven

Der Düsseldorfer Büromarkt hat im Dreivierteljahr 2026 trotz widriger Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt. Das starke dritte Quartal war hierfür maßgeblich. Für das Schlussquartal wird ebenfalls eine verbesserte Ausgangslage erwartet. Die jüngsten Anpassungen der BIP-Wachstumsprognosen durch führende deutsche Wirtschaftsinstitute und positive Entwicklungen bei Frühindikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex könnten der Flächennachfrage neue Impulse verleihen. Bestehende Großgesuche stützen die Erwartung einer positiven Entwicklung in den kommenden Monaten. Ein Jahresendergebnis zwischen 250.000 und 300.000 m² erscheint unter diesen Gesichtspunkten realistisch.

Auf der Angebotsseite zeichnet sich eine stabile, allenfalls leicht steigende Entwicklung des Leerstands ab. Gleichzeitig besteht eine weiterhin hohe Nachfrage nach modernen Neubauflächen, insbesondere in zentralen und attraktiven Lagen. Dort ist das Angebot jedoch limitiert. Philip Bellenbaum, Düsseldorfer Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH, weist darauf hin, dass frühzeitige Anmietungen von Top-Flächen, wie die durch Taylor Wessing erfolgte Entscheidung für das Benrather Karree für einen Bezug zu Ende 2028, das Angebot bereits frühzeitig verknappen. Dies unterstreicht, dass hochwertige Büroflächen in guten Innenstadtlagen weiterhin zügig absorbiert werden.

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