Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am 24. September 2026 die Sanierung der Gesamtfassade der Tonhalle am Ehrenhof beschlossen. Hierbei wurde die für die Maßnahme vorgesehene Finanzierung genehmigt. Der Beschluss sieht für die umfangreichen Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude ein Budget von etwa 34,9 Millionen Euro vor. Die bereits initiierte Sanierung der Westfassade ist in dieser neuen Beschlussfassung nicht enthalten.
Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit, betonte die Bedeutung dieser Investition, indem sie ausführte, dass durch die Sanierung nachhaltig in den Erhalt eines der prägnantesten Kulturgebäude der Stadt investiert werde. Sie hob hervor, dass die Tonhalle sowohl einen herausragenden Konzertort darstelle als auch ein bedeutendes Baudenkmal sei. Es sei daher essenziell, die historische Bausubstanz langfristig zu sichern und gleichzeitig die notwendigen Voraussetzungen für einen zuverlässigen Spielbetrieb zu gewährleisten.
Umfang der Sanierungsarbeiten und Ursachen
Das im Jahr 1926 fertiggestellte Gebäude weist an diversen Stellen Feuchtigkeitsschäden auf. Als Ursachen hierfür wurden schadhafte Abdichtungen an Fassadenelementen sowie der Dachterrasse identifiziert, ergänzt durch Schäden an der Entwässerungsstruktur. Gutachterliche Untersuchungen und Bauteilöffnungen durch Fachingenieure konkretisierten den festgestellten Sanierungsbedarf. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Sanierung von circa 3.650 Quadratmetern Ziegelfassade. Des Weiteren ist die Erneuerung der Abdichtung von rund 3.500 Quadratmetern Dachterrasse sowie der schadhaften Fugen und Abdeckungen an der Klinkerfassade vorgesehen. Die bestehenden Fenster werden durch moderne Fensterelemente ersetzt.
Zusätzliche Arbeiten beinhalten die Sanierung weiterer Dachflächen und Teile der Regenentwässerung. Die Außenbeleuchtung wird auf moderne LED-Technik umgerüstet. Die Sanierungsmaßnahmen tragen zudem zu einer energetischen Verbesserung des Gebäudes bei. Eine optimierte Wärmedämmung der Fensteranlagen und im Bereich der Dachterrasse soll zukünftig Energieeinsparungen ermöglichen. Materialien wie Naturstein, Mauerziegel und Ziegelpflaster sollen, sofern sie beim Rückbau unversehrt bleiben, wiederverwendet werden. Die Abstimmung der Sanierungsmaßnahmen erfolgt eng mit dem Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Für spezifische Teile der energetischen Sanierung ist beabsichtigt, Fördermittel des Bundes zu beantragen.
Zeitlicher Rahmen und Betriebsablauf
Der Baubeginn ist für das zweite Quartal des Jahres 2027 avisiert. Die Bauzeit wird nach aktueller Planung 38 Monate betragen, sodass eine Fertigstellung im zweiten Quartal 2030 angestrebt wird. Eine zentrale Anforderung ist, dass der Spielbetrieb der Tonhalle während der gesamten Bauzeit ohne Unterbrechung aufrechterhalten werden kann. Die Bauabläufe werden zu diesem Zweck eng mit der Tonhalle Düsseldorf gGmbH sowie dem Veranstaltungsbetrieb koordiniert, um eine durchgängige Nutzung des Kulturgebäudes zu gewährleisten.














