Dresden präsentiert auf der EXPO REAL 2026 ein Portfolio von vier Entwicklungsquartieren, die vorrangig auf Wohnungsbau und gemischte Nutzungskonzepte ausgelegt sind. Das kumulierte Potenzial dieser Flächen beläuft sich auf etwa 250.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche (BGF) und ermöglicht die Realisierung von über 900 Wohneinheiten.
Zwei dieser Projekte befinden sich bereits in der Ausschreibungsphase, während für ein weiteres das Bebauungsplanverfahren initiiert wurde. Die Stadt reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Wohnraum, die durch erhebliche Investitionen in die Halbleiterindustrie der Region und die daraus resultierende Schaffung von Arbeitsplätzen ausgelöst wird. Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden, unterstrich, dass die Stadt ihre Flächenpolitik an dieser Entwicklung ausrichtet. Er erwähnte die Einrichtung einer Bauantragskommission zur Priorisierung großer Vorhaben und die Anwendung des sogenannten Bauturbos.
Ein wesentlicher Anteil der Flächen ist baureif oder steht kurz davor, was Investoren eine zügige Realisierung von Projekten ermöglichen soll, ohne langwierige Wartezeiten auf Planungsrecht. Die vorgestellten Quartiere sind explizit für Mischnutzungen konzipiert, um urbane Vielfalt und Nachhaltigkeit zu fördern.
Vorgestellte Projekte und Potenziale
Zu den prominentesten Projekten gehört das Opern-Quartier Dresden mit rund 78.000 Quadratmetern BGF. Dieses Quartier, in direkter Nähe zur Semperoper gelegen, ist für eine Kombination aus Wohnen, Büros, Gastronomie und weiteren gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss vorgesehen. Hier läuft das Bebauungsplanverfahren, und eine Investorenansprache wurde gestartet. Ein weiteres Projekt ist der Sachsenplatz, eine innerstädtische Entwicklung auf etwa 15.000 Quadratmetern BGF. An diesem denkmalgeschützten Standort sollen rund 100 Wohnungen entstehen, ergänzt durch kleinteiliges Gewerbe. Die Ausschreibung für dieses Bauturbo-Vorhaben läuft bereits.
Das Areal Windmühlenstraße bietet auf rund 130.000 Quadratmetern BGF Potenzial für etwa 800 Wohneinheiten, ergänzt durch soziale Infrastruktur und kulturelle Angebote. Auch hier kommt der Bauturbo zum Einsatz; das Ziel ist Baurecht bis 2028. Schließlich umfasst das Operetten-Areal Leuben Wohnungsbau (bis zu 20.000 Quadratmeter BGF für bis zu 100 Wohnungen), ein Stadtteilhaus und ein Sportareal. Für die Wohnbaufläche ist das Baurecht nach §34 BauGB bereits gegeben, und eine bundesweite Ausschreibung läuft.
Detailübersicht der Quartiere
- —Opern-Quartier Dresden: Ca. 78.000 m² BGF, Nutzungsmix aus Büro (62%), Wohnen/Nahversorgung (17%), Hotel (10%). Eigentümer ist die Bertelsmann AG. Gesucht wird ein Projektentwickler.
- —Sachsenplatz: Ca. 15.000 m² BGF, circa 100 Wohnungen plus Einzelhandel und Dienstleistung. Eigentümer ist die Landeshauptstadt Dresden. Gesucht wird ein Käufer für 4,5 Millionen Euro.
- —Areal Windmühlenstraße: Ca. 130.000 m² BGF für rund 800 Wohnungen, inkl. sozialer Infrastruktur. Eigentümer ist die Landeshauptstadt Dresden. Gesucht werden Investoren, Bauträger und Baugemeinschaften.
- —Operetten-Areal Leuben: Bis zu 20.000 m² BGF für Wohnen (bis zu 100 Wohnungen), zusätzlich Stadtteilhaus und Sportareal. Eigentümer ist die Landeshauptstadt Dresden. Kaufpreis des Wohnbau-Anteils ab 5 Millionen Euro abzüglich Erschließungskosten.














