Drei Viertel aller Immobilienkäufer führen ihre Objektsuche nach 17:00 Uhr durch – zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Maklerbüros bereits geschlossen sind. Dies geht aus einer Erhebung der Plattform Street.co.uk hervor. Die Untersuchung basiert auf den Rückmeldungen von 1.073 Personen, die kürzlich eine Immobilie erworben haben, und verdeutlicht eine deutliche Verschiebung der Recherchephasen in den Feierabend.
Starke Konzentration auf die späten Abendstunden
Die genaue Aufteilung der Erhebungsdaten zeigt, dass 40 Prozent der Befragten bevorzugt zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr nach passenden Objekten suchen. Weitere 35 Prozent widmen sich dieser Aufgabe erst nach 20:00 Uhr. Zusammengenommen nutzt damit eine klare Mehrheit von 75 Prozent der privaten Käuferschaft die Abend- und Nachtstunden, um Angebote zu prüfen und den Markt zu sondieren.
Dieses Nutzerverhalten spiegelt die Alltagsrealität vieler Erwerber wider. Die zeitaufwendige Sichtung von Exposés, Bildern und Lagebeschreibungen wird vorrangig dann vorgenommen, wenn berufliche Verpflichtungen ruhen. Für die Immobilienvermittlung führt dies zu einer zeitlichen Diskrepanz zwischen den traditionellen Arbeitszeiten vor Ort und den eigentlichen Aktivitätsspitzen der Interessenten.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick
- —40 Prozent der befragten Käufer recherchieren zwischen 17:00 und 20:00 Uhr.
- —35 Prozent der Immobiliensuchen finden erst nach 20:00 Uhr statt.
- —Lediglich 25 Prozent der Kaufinteressenten sind während der üblichen Bürozeiten vor 17:00 Uhr aktiv.
Wenn die Mehrheit der Kaufinteressenten zu vorgerückter Stunde aktiv wird, gewinnt die digitale Bereitstellung von Informationen zusätzliches Gewicht. Anfragen, die am späten Abend über Portale oder Vermittlerseiten eingehen, treffen in der Praxis erst am Folgetag auf persönliche Ansprechpartner.
Die Resultate von Street.co.uk heben hervor, wie grundlegend sich der Prozess der Immobilienfindung verlagert hat. Für Agenturen und Marktteilnehmer verdeutlicht die Befragung der 1.073 Erwerber, dass zeitunabhängige Abrufmöglichkeiten und zügige Rückmeldewege dem Rhythmus der Suchenden entsprechen müssen.














