Die digitale Immobilienpräsentation erhält eine neue funktionale Schnittstelle. Der Einrichtungsanbieter IKEA und das Immobilienportal ImmoScout24 haben ein gemeinschaftliches Pilotprojekt initiiert, das KI-basierte Visualisierungen direkt in digitale Objekt-Exposés integriert. Leere Wohnräume werden dabei automatisiert mit real existierenden Einrichtungsgegenständen ausgestattet, um Interessenten bereits zu Beginn der Suche konkrete Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Hinter der Anwendung steht eine Technologie des globalen Digital-Teams von IKEA. Die Software analysiert Bildmaterial von unmöblierten Zimmern und platziert maßstabsgetreu Möbel sowie Wohnaccessoires. Die Produktauswahl wurde in Abstimmung mit unternehmenseigenen Einrichtungsexperten festgelegt. Vor der Veröffentlichung durchlaufen die generierten Bilder eine automatisierte Qualitätsprüfung, die sowohl die visuelle Stimmigkeit als auch die räumliche Plausibilität der Darstellungen kontrolliert.
Funktionalität und Verknüpfung zum Onlinehandel
Über die reine Raumansicht hinaus bietet das System eine direkte Anbindung an den Warenkatalog. Interessenten können die in der Darstellung platzierten Objekte anklicken und unmittelbar im Onlineshop des schwedischen Möbelhauses aufrufen oder erwerben. In der aktuellen Startphase konzentriert sich die Anwendung auf Wohn- und Schlafbereiche. Eine schrittweise Ausweitung auf weitere Raumkategorien ist für spätere Phasen der Kooperation vorgesehen.
- —Automatisierte Erkennung und virtuelle Ausstattung leerer Räume auf Basis vorhandener Exposé-Fotografien
- —Prüfung der generierten Visualisierungen auf räumliche Proportionen und Bildqualität
- —Direkte Verlinkung der dargestellten Möbelstücke in den digitalen Vertriebskanal von IKEA
- —Initiale Begrenzung auf Wohn- und Schlafzimmer mit geplanter Erweiterung auf weitere Wohnbereiche
Strategische Verankerung in der Immobiliensuche
Das Vorhaben ergänzt das bereits bei ImmoScout24 vorhandene Angebot der virtuellen Wohnvisionen, bei dem sich Räume in verschiedenen Designstilen darstellen lassen. Nach Angaben von Nicolas Cheron, Geschäftsführer von ImmoScout24, bildet die Partnerschaft den Auftakt für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit. Bei der Suche nach Wohnraum zählten neben Kennziffern wie Fläche, Preis und Lage vor allem Vorstellungsvermögen und Wohnqualität. Das Instrument solle diesen Entscheidungsprozess transparenter und anschaulicher gestalten.
Jeremy Drury, Country Digital & Business Development Manager bei IKEA Deutschland, betont die Bedeutung des frühen Zeitpunkts in der Suchphase. Ziel sei es, die Raumwahrnehmung frühzeitig mit praktischen Gestaltungslösungen zu verknüpfen. Aus den kontinuierlich gesammelten Erfahrungen des Pilotbetriebs wollen beide Partner die Algorithmen und Einrichtungskonzepte schrittweise verfeinern.













